Fotografie beschäftigte Rammler schon in der Kindheit, später machte er sie zu seinem Beruf. Zunächst machte er nach der Schule aber eine Lehre als Maschinenbauer und Mechaniker. Danach besuchter er die Fachoberschule für Gestaltung und ging als Fotoassistent von Wolfram Scheler nach Nürnberg. Als Fotodesigner für eine Werbeagentur kehrte er nach Fulda zurück und machte sich 1995 selbstständig – er kaufte den abziehenden Amerikanern ein ehemaliges Kino ab und machte es zu seinem Atelier, das aber immer mehr als ein Ort für Fotoshootings war. 16 Jahre blieb er dort, dann verkleinerte er sich, nachdem im Zuge der Wirtschaftskriese 2008 Aufträge weggebrochen waren und die Branche sich auch insgesamt verändert hatte. Es gab mehr vor Ort Termine. Er zog in ein Atelier am Luckenberg in der Innenstadt. Zum Abschied gab es eine Ausstellung unter dem Titel „The Last Shooting“.
Im Zuge des Umzugs entdeckte Rammler seine Leidenschaft fürs Portrait wieder – etwas, das ihn ein paar Jahre zuvor in Fulda noch bekannter gemacht hatte. 2001 hatte er 100 Menschen aus Fulda – von jung bis alt, Studierende, Politiker, Unternehmer, Künstler, Angestellte und viele mehr – fotografiert. Die lebensgroßen Schwarz-Weiß-Portraits wurden dann unter dem Titel „100 Menschen einer Stadt“ im Vonderau Museum ausgestellt. Die Fotos sollten zeigen, welche Menschen das Bild der Stadt prägen, als Momentaufnahme. Davor und danach gab es weitere Ausstellungen seiner Fotos in der Region und darüber hinaus. Seine Fotos zieren Kalender, halten Erinnerungen an Hochzeiten und Firmenevents fest oder zeigen die Stadt und die Rhön aus ungewohnter Perspektive durch 360-Grad-Panoramen. Schon früh nutzte Rammler auch die sich neu bietenden Möglichkeiten der digitalen Fotografie und berichtete unter anderem auf der Messe CeBit über seine Erfahrungen.
Ehrenamtlich engagiert sich Rammler seit vielen Jahren bei den Grünen, saß zeitweise auch für die Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. 2018 ließ er sich an einer Weide in Fulda festbinden, um deren Fällung zu verhindern.
