Einige Auflagen sind bis zur Bewerbung noch zu erfüllen, doch prominente Unterstützung gibt es schonmal: Jamal Musiala und Sebastian Kehl befürworten die Bemühungen der Stadt und kommen heute persönlich nach Fulda, um ihre Expertise in den angekündigten Gesprächen einzubringen.
Um ihre Unterstützung deutlich zu machen, haben sich der aktuell verletzte Bayern-Spieler Musiala, der in Fulda aufgewachsen ist, und der kürzlich beim BVB leider freigestellte Lahrbacher Sebastian Kehl auf den Weg nach Fulda gemacht, wie Osthessen-Zeitung exklusiv bestätigt bekommen hat. Dabei ist es eine für Fulda glückliche Fügung, dass Musiala aufgrund seiner Verletzung am Montag beim Länderspiel in Stuttgart nicht auflaufen konnte und Kehl derzeit ohne Job ist. Nicht schön für die beiden - für Fulda eine glückliche Fügung.
Mit Blick auf eine Bewerbung für ein Länderspiel in Fulda nach der WM im Sommer werden die beiden prominenten Osthessen später mit der Stadt, dem Ordnungsamt und der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz Gespräche führen. Zuvor gibt es aber noch ein Schmankerl für die Fans: Um 12.45 Uhr werden Musiala und Kehl im Ehrenhof des Stadtschlosses erwartet und dort eine kurze Autogrammstunde geben – bei schlechtem Wetter findet die Autogrammstunde, zu der natürlich nicht nur Bayern- und Dortmund-Fans eingeladen sind, im Empfangszimmer im Erdgeschoss des Gebäudes statt.
Die Stadt Fulda in Person von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld freut sich ungemein, da Musiala seine Zusage erst ganz kurzfristig gab: Am Montagabend weilte er noch mit dem DFB-Team in Stuttgart und musste beim Länderspiel gegen Ghana bekanntlich zuschauen, da sein linkes Sprunggelenk noch verletzt ist. Doch dieser für ihn unglückliche Umstand machte es immerhin möglich, in seine alte Heimat Fulda zu kommen, wo er das Fußballspielen lernte. Auch Sebastian Kehl, der nach seinem Aus beim BVB in Osthessen weilt, hat Kontakte zum DFB und habe der Stadt Fulda Unterstützung zugesagt. Es werde eine Mammutaufgabe, die Nationalmannschaft erstmals nach Osthessen zu holen – doch die Stadt Fulda wolle nichts unversucht lassen und hat durch die prominenten Unterstützer, die sich nach der Autogrammstunde auch noch ins Goldene Buch im Stadtschloss eintragen werden, berechtigte Hoffnung. Dass die Stadt im Stadion ein Länderspiel stemmen kann, hatte sie im Vorjahr bereits beim Gastspiel der Frauen-U23-DFB-Auswahl bewiesen. Für das höhere Zuschaueraufkommen gebe es auch bereits geheime Pläne.
