„Letzteres sollte ja auch im Ernstfall der Fall sein“, betont Vanessa Ditzel vom Katastrophenschutz des Landkreises Fulda und verweist damit auf eine der wichtigsten Regeln: Ruhiges und besonnenes Handeln sei das A und O. Gemeinsam mit PoWi-Fachleiter Andree Harms organisierte sie einen Unterrichtstag der besonderen Art. „Wir müssen alle dafür gerüstet sein, dass es bei besonderen Wetterereignissen, Unfallkatastrophen oder gar im Kriegsfall zu Situationen kommen kann, in denen unsere gewohnte und vertraute Zivilisation ausgeschaltet ist", sagt Harms zu den Beweggründen, an der Von-Galen-Schule einen Katastrophenschutztag durchzuführen.
Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 verließen dafür den Klassenraum und erprobten stattdessen den Praxisfall. Unter fachkundiger Anleitung von mehr als zwanzig Profis der Feuerwehr Eichenzell, den Maltesern Kerzell, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Einsatzdienst des Katastrophenschutzes des Landkreises und des Technischen Hilfswerks (THW) wurde gelernt und erprobt, wie mit einfachen Mitteln Verletzte geborgen und transportiert werden, wie Feuer gelöscht wird, wie man zu Hause angemessene Reserven für den Notfall anlegt und aufbewahrt sowie wie man sich ohne Strom durchschlägt, sollte es zu einem kompletten Blackout kommen.
Zudem hatte es am Tag zuvor in den Klassen eine einstündige theoretische Grundlegung durch Vanessa Ditzel und Florian Martin gegeben, ehe die Schülerinnen und Schüler der Von-Galen-Schule dann in die Praxis übergingen und das theoretische Grundwissen durch anregende Übungen festigten und anwendeten. Und: „Selbst für uns Erwachsene war dies ein sehr lehrreicher Tag“, resümiert Andree Harms.
