Schon beim Betreten der Location in der Frankfurter Straße lag etwas in der Luft: ein Gefühl von Zusammenhalt, Stolz und Vorfreude auf das, was vor diesem Verein liegt. Zwischen der Atmosphäre eines modernen Autohauses und liebevoll dekorierten Tischen versammelten sich rund 150 Gäste – Spieler, Trainer, Ehrenamtliche, Sponsoren und Familien. Ein Querschnitt durch das, was diesen Verein ausmacht: Menschen.
Ein Ort für Begegnung
Gastgeber Peter Enders, Inhaber des Autohauses, brachte es im Gespräch auf den Punkt: „Was heute passiert, ist genau das, was einen Verein ausmacht: die Menschen.“ Er hatte den Raum nicht nur geöffnet, sondern ihm Charakter verliehen. „Wenn der Sportverein, der mir sehr am Herzen liegt, hier zusammenkommt – das ist schon etwas Besonderes“, sagte Enders sichtbar bewegt. Für ihn sei es eine Herzensangelegenheit gewesen, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle begegnen können – vom Nachwuchsspieler bis zum langjährigen Unterstützer.
Zwischen Dankbarkeit und Aufbruch
Organisator Volker Hilpert eröffnete den Empfang mit klaren Worten und viel Gefühl. Nach einem stillen Moment des Gedenkens an verstorbene Weggefährten spannte er den Bogen zur Gegenwart:
„Große Ziele erreichen wir nicht mit großen Worten, sondern mit vielen kleinen, klugen Schritten.“
Diese Mischung aus Demut und Ambition zog sich durch den gesamten Vormittag. Der Verein weiß, wo er steht – und wohin er will. Ein besonderer Moment: der Dank an die Familien Enders und Geisendörfer für ihr jahrzehntelanges Engagement. Der Applaus im Raum war nicht nur laut, sondern ehrlich.
Fußball trifft Emotion – und Musik
Für Gänsehaut sorgte die Präsentation der neuen Vereinshymne. Gemeinsam mit der Coverband Sound-X-Press wurde sie erstmals aufgeführt – ein musikalisches Statement für Identität und Zusammenhalt. Mit erhobenen Schals sang der Saal „Wir wollen Fulda siegen sehen“ – ein Moment, der mehr war als nur ein Lied.
Die Mannschaft im Fokus – Einblicke aus erster Reihe
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Talkrunde, in der vor allem die Trainer und sportlichen Verantwortlichen tiefe Einblicke in die aktuelle Entwicklung des Vereins gaben. Offen, reflektiert und mit klarer sportlicher Linie wurde über Ziele, Strukturen und den Weg der SG Barockstadt gesprochen. So erklärte U15-Trainer Adrian Veapi den Erfolg seiner Mannschaft als Zusammenspiel vieler Faktoren – von Organisation über Trainingsqualität bis hin zum starken Zusammenhalt innerhalb des Teams. Auch sportlicher Leiter U16 bis U19, Attila Güven, unterstrich die klare Philosophie des Vereins: die individuelle Entwicklung der Spieler – sportlich wie menschlich – steht klar im Vordergrund. Dabei wurde deutlich, wie eng die Verzahnung zwischen Nachwuchsarbeit und Seniorenbereich inzwischen ist und wie sehr die tägliche Arbeit auf dem Trainingsplatz den Grundstein für die sportlichen Erfolge legt. Auch Daniyel Cimen berichtete über die erste Mannschaft der SG Barockstadt und betonte das gute zusammen Spiel im Verein.
Aus der Mannschaft selbst waren ähnliche Töne zu hören: In einem später geführten Austausch mit den Kapitänen der Mannschaften wurden der ausgeprägte Teamgeist, die Geschlossenheit und das gemeinsame Ziel für die entscheidende Phase der Saison noch einmal deutlich hervorgehoben – ein weiteres Zeichen dafür, wie sehr dieser Verein von innen heraus funktioniert.
Besonders die U15 sorgt aktuell sportlich für Aufsehen. Trainer Veapi brachte es auf den Punkt: „Es ist die Kombination aus Organisation, Entwicklung und Zusammenhalt. Die Jungs bringen das jede Woche auf den Platz.“ Im Mittelpunkt steht dabei jedoch nicht allein der Tabellenplatz, sondern vor allem die langfristige Entwicklung der Spieler. Auch Güven betonte: „Wir wollen nicht nur Fußballer ausbilden, sondern Persönlichkeiten.“ Ein Ansatz, der den Verein nachhaltig prägen soll.
Ein Frühling voller Möglichkeiten
Mit dem Start ins neue Jahr – oder besser gesagt: in die entscheidende Phase der Saison – setzt die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ein klares Zeichen. Der Verein lebt. Er wächst. Und er verbindet. Oder, wie es Volker Hilpert formulierte: „Die Frage ist nicht, was der Verein für mich tun kann – sondern was ich für den Verein tun kann.“ Ein Satz, der nachhallt. Genau wie dieser Tag.
