Organisiert wurde die Veranstaltung von acht Trägern der außerschulischen Jugendbildung Hessen, zu denen auch die Katholische Akademie des Bistums Fulda gehört. Finanziert wurde er durch das Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Zum Auftakt erläuterte Dr. Rainer Becker in seinem Fachvortrag zum Thema „Aufwachsen in autoritären Zeiten", wie rechtsradikale Einstellungen entstehen können. Gunter Geiger, Direktor der Katholischen Akademie des Bistums, kommentierte: „Die Verschiebung von der gesellschaftlichen Mitte hin zu extremen Rändern ist kein unabwendbarer Lauf der Dinge. Wir haben die Möglichkeit – und die Verantwortung –, dem entschieden entgegenzutreten. Politische Bildung ist dabei unser stärkstes Werkzeug. Darum suchen wir aktiv den Kontakt zu jungen Menschen und sind beispielsweise vor den jüngsten Kommunalwahlen in Schulen gegangen und haben das komplexe Wahlverfahren erklärt.“
Geiger verwies in diesem Zusammenhang auch auf die extra zur Kommunalwahl entwickelte Broschüre in leichter Sprache der KEB: „Das alles zeigt, dass wir nicht passiv zuschauen, sondern bewusst die demokratische Urteilskraft junger Menschen stärken.“ Im zweiten Teil des Fachtages arbeiteten die Teilnehmenden in mehreren Workshops praxisnah zu Themen wie rechtsextremen Aussagen, Symbolen und digitalen Rekrutierungsstrategien. Unter dem Leitmotiv „Dialog statt Distanz“ betonten die Arbeitsgruppen die Bedeutung eines klaren, zugewandten Austauschs, um demokratiefeindlichen Positionen wirksam entgegenzutreten.
