Lokales FD 16.04.2026

Erster Abiturtag in Fulda geschafft: Erleichterung und gutes Gefühl

Fulda (pk) – Der Auftakt der Abiturprüfungen ist geschafft: An der Winfriedschule und dem Marianum in Fulda standen am Mittwoch die Fächer Politik und Wirtschaft, Kunst, Informatik sowie Geschichte auf dem Plan. Das Fazit der Prüflinge nach den ersten Stunden in den Turnhallen und Klassenräumen fiel durchweg positiv aus.

OZ hat sich am Marianum und der Winfriedschule nach den ersten Abitur-Prüfungen umgehört. Fotos: Görlich Media

An der Winfriedschule herrschte nach den Klausuren gute Stimmung. Der 19-jährige Moritz H. absolvierte seine erste Prüfung im Kunst-Leistungskurs und entschied sich für den kombinierten Praxis- und Theorievorschlag. „Die Vorschläge waren zu 100 Prozent fair“, so der Schüler. Den kommenden Fächern Englisch und Mathematik blickt er gelassen entgegen: „Ich brauche mir keine Sorgen machen, das Abitur wird gut.“ Auch Lijan C. wählte Kunst, konzentrierte sich jedoch rein auf den theoretischen Teil. „Ich habe mich mit Unterrichtsmaterial und vergangenen Abiturprüfungen gut vorbereiten können“, erklärte er. Trotz des Respekts vor den anstehenden Prüfungen in Chemie und Mathe fühle er sich nun sicher im Prüfungsablauf.

Fabian Z. bearbeitete in Geschichte den Vorschlag zur Außenpolitik der Bundesrepublik mit einem Schwerpunkt auf dem Krisenjahr 1923 der Weimarer Republik. „Es lief entspannter als gedacht“, so sein Resümee. Die beiden Fliedener Samuel K. und Maxi M. traten in Politik und Wirtschaft an. Obwohl sie unterschiedliche Aufgaben wählten, empfanden beide die Vorschläge als fair und blicken mit einem guten Gefühl auf die Ergebnisse. „Es nimmt einem die Angst“, erklärte Maxi im Hinblick auf die weiteren Termine.

Auch am Marianum war die Erleichterung nach der ersten Prüfung sichtlich spürbar. So schrieb Abiturient Frederik eine LK-Klausur in Informatik. „Das war machbar“, erklärte er anschließend. In den vergangenen ein bis zwei Wochen bereitete er sich gut vor, indem er alte Abiturvorschläge bearbeitete. Auf die nächsten Prüfungen blickt er nun ein wenig lockerer. Als nächstes steht bei ihm Deutsch auf der Agenda. „Das wird auf jeden Fall mehr Schreibarbeit“.

Eine besondere Konstellation ergab sich für die Freundesgruppe um Hannah, Thomas und Achmet. Da ihre Kurse der Freiherr-vom-Stein-Schule zusammengelegt wurden, schrieben sie ihre Prüfungen im Marianum. „Es war relativ entspannt“, berichtete Thomas. Beim Lernaufwand zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede: Während Hannah bereits einen Monat zuvor begann, starteten Thomas und Achmet erst zwei Tage vor dem Termin. „Am Ende der Prüfung musste ich mich ein bisschen sputen“, gestand Achmet, da er sich zu Beginn ein wenig zu viel Zeit gelassen hatte. Die Gruppe erzählte, dass die Aufregung groß war, in den nächsten Prüfungen aber weniger werde.

Niels U. und Oskar B. schrieben ihre Prüfung ebenfalls im Fach Politik und Wirtschaft. Während Niels durchaus nervös in die Prüfung ging, blieb Oskar gelassen: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich noch etwas machen muss.“ Beide waren sich einig, dass sich die Situation kaum von anderen großen Klausuren unterscheide. „Es wird schon sehr hoch-gehyped von den Lehrern“, so Oskars Einschätzung zur allgemeinen Aufregung.