Seit der offiziellen Ankündigung des Ausstiegs fanden elf Veranstaltungen statt, die dem Publikum noch einmal die Gelegenheit gaben, ausgiebig zu feiern. Leon Günther, der die Location gemeinsam mit Yannik Born leitet, nannte bei Bekanntwerden der Schließung wirtschaftliche Faktoren und ein spürbar verändertes Ausgehverhalten als Hauptgründe für diesen schweren Schritt. In den letzten Wochen kam es dabei immer wieder zu bewegenden Begegnungen: „Es waren viele, die sehr traurig waren, dass es nun vorbei ist“, schildert Günther die Stimmung unter den Stammgästen.
Besonders bei den zwei Ü-40-Partys wurde es emotional. Da einige Gäste den Club bereits aus Zeiten vor der Neueröffnung vor rund vier Jahren kannten, flossen beim Blick auf die Tanzfläche sogar vereinzelt Tränen. Während mangelnde Gästezahlen letztlich das Aus besiegelten, füllte sich die Tanzfläche innerhalb dieser finalen Monate erfreulicherweise noch einmal vermehrt, da zahlreiche Weggefährten die letzte Chance für einen Besuch nutzten.
Das Team hinter der „Copa“ blickt dem Ende mit gemischten Gefühlen entgegen. „Es ist schon sehr schade, dass es jetzt vorbei ist“, gesteht Günther offen. Einerseits schmerze der Abschied von diesem Herzensprojekt, andererseits mische sich eine gewisse Erleichterung in die Wehmut. Da die Betreiber den Club lediglich im Nebenberuf führten, beanspruchte das Projekt jede freie Sekunde der Freizeit. Der Wegfall dieses enormen Drucks werde nun deutlich spürbar. „Ich schaue mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge darauf“, fasst der Betreiber die Gefühlswelt zusammen.
Der endgültige Abschied erfolgt nun am Donnerstag im Rahmen der großen „Closing Party“. Einige Gruppen und Einzelpersonen haben sich bereits angekündigt, um ein letztes Mal gemeinsam in Mittelkalbach zu feiern. Für diesen besonderen Anlass wird das Programm noch einmal merklich aufgestockt. „Normalerweise legt nur ein DJ am Abend auf, am Donnerstag werden drei DJ´s vor Ort sein“, so der Betreiber. Eine Go-Go-Tänzerin sowie eine Sondergenehmigung, die das Feiern bis fünf Uhr morgens erlaubt, runden das Finale ab. Erst danach erlöschen die Scheinwerfer der „Copa“ endgültig.
