Lokales FD 05.04.2026

Ein neues Körpergefühl in Fulda: „Number 24“ feiert Soft Opening

Fulda – Silas Messing – Zwischen Training, Technologie und frischem Kaffee wird beim Soft Opening von „Number 24“ am Samstag schnell klar: Hier geht es nicht um das klassische Bild vom Fitnessstudio – und das an einem Ort, der vielen Fuldaern noch als ehemaliges „Lieblings“ bekannt ist. Keine Reihen aus Hantelbänken, kein anonymes Trainieren, kein reines „Abarbeiten“ von Geräten. Stattdessen ein durchdachtes System – und ein Ort, der Training, Regeneration und Genuss miteinander verbindet.

Das Team von Number 24. Foto: Christine Görlich.

„Es geht nicht um höher, weiter, stärker, schneller“, sagt Betreiber Hubertus Trott und bleibt dabei stehen, als wolle er genau diesen Gedanken bewusst wirken lassen. „Es geht darum, die Menschen da abzuholen, wo sie stehen – und wo sie wirklich hinwollen.“ Ein Satz, der das Konzept hinter „Number 24“ treffend beschreibt. Denn im Mittelpunkt steht hier nicht das Gerät, sondern der Mensch.

Jeder, der das Studio betritt, beginnt seine eigene „Journey“, seine persönliche Trainingsreise. Gesteuert wird sie über eine App, begleitet von digitalen Geräten und unterstützt durch künstliche Intelligenz. Trainingspläne entwickeln sich weiter, passen sich an Fortschritte an, reagieren auf Veränderungen. „Hier fällt keiner durchs Raster“, betont Trott. Die Software erinnere, analysiere und optimiere – und gebe den Trainierenden eine Struktur, die im Alltag oft fehle.

Gleichzeitig bleibt die persönliche Betreuung zentral. Drei Trainer plus Betreiberteam begleiten die Mitglieder eng. „Die Qualität ist für alle gleich“, sagt Trott. Es gehe nicht darum, möglichst viele Menschen durchzuschleusen, sondern bewusst nah am Einzelnen zu bleiben. Eine Haltung, die aus jahrelanger Erfahrung gewachsen ist – und aus dem Wunsch, genau diese Nähe auch in einem größeren Konzept zu bewahren.

Auffällig ist dabei, was fehlt: klassische Freihantelbereiche, wie man sie aus vielen Studios kennt. „Das passt nicht zu unserem Fokus“, sagt Trott offen. Wer hier trainiert, sucht keine Maximalkraftrekorde, sondern ein besseres Körpergefühl, mehr Energie, mehr Ausgleich.

Genau hier setzt der zweite große Baustein an: Longevity. Ein Begriff, der international längst angekommen ist – und in Fulda nun seinen Platz findet. Gemeint ist ein Ansatz, der nicht kurzfristige Erfolge, sondern langfristige Gesundheit in den Mittelpunkt stellt.

Im Studio wird das konkret: durch Lymphdrainage mit Über- und Unterdruck, durch Höhentraining mit wechselnden Sauerstoffwerten, durch Kälteanwendungen zur Regeneration. Selbst ein Beckenbodentrainer gehört dazu – ein Gerät, das in wenigen Minuten intensive Muskelkontraktionen auslöst. „In einer Minute schafft man vielleicht zwanzig Anspannungen – hier sind es Hunderte“, erklärt Trott.

All diese Elemente verfolgen ein gemeinsames Ziel: den Körper nicht nur zu fordern, sondern ihn gezielt zu unterstützen. „Viele vergessen, dass Regeneration genauso wichtig ist wie Training“, sagt er. Genau deshalb werde beides hier zusammen gedacht.

Doch „Number 24“ endet nicht auf der Trainingsfläche. Im vorderen Bereich zeigt sich eine andere, ebenso wichtige Facette des Konzepts: die Gastronomie. Dort stehen Mascha Siebert und ihr Mann Telly Siebert – und bringen eine Energie mit, die sofort spürbar ist.

„Bei uns ist nichts vorbereitet. Wenn du bestellst, fangen wir erst an“, sagt sie. Stullen werden frisch geschnitten, Bowls individuell zusammengestellt, Kuchen selbst gebacken. Das bedeutet auch: Wartezeit. „Wenn viel los ist, kann es schon mal eine Viertelstunde dauern. Aber dafür bekommst du Qualität“ erklärt Siebert.

Der Fokus liegt auf frischen, gesunden Produkten, ergänzt durch Protein- und Kollagen-Shakes – passend zum Umfeld eines Fitness- und Gesundheitskonzepts. Gleichzeitig bleibt Raum für Genuss. „Natürlich gibt es auch Kaffee und Kuchen. Das gehört einfach dazu“, sagt Siebert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Regionalität. Fleisch und Eier stammen von Partnern aus der Umgebung. „Uns ist wichtig, dass die Qualität stimmt“, betont sie. Dieses Verständnis zieht sich durch das gesamte Angebot – und passt zur Grundidee des Hauses.

Denn „Number 24“ will mehr sein als ein Ort für Training. Es versteht sich als Treffpunkt. Als Raum für Begegnung. Als Ort, an dem Bewegung und Leben zusammenkommen. Geplant sind Events, Community-Formate und auch lockerere Veranstaltungen. „Wir sind bekannt dafür, dass wir Dinge bewegen“, sagt Siebert. „Und das werden wir hier auch.“

Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigte sich bereits beim Soft Opening. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich umzusehen, Geräte auszuprobieren und ins Gespräch zu kommen. Die Reaktionen: neugierig, überrascht, oft auch beeindruckt.

Neben Training und Ernährung spielt auch der mentale Bereich eine Rolle. Yoga, Breathwork und Rückzugsräume ergänzen das Angebot. Selbst kognitive Analysen sind Teil des Konzepts – etwa zur Messung von Konzentration oder Reaktionsfähigkeit. Ein Ansatz, der zeigt, wie ganzheitlich „Number 24“ gedacht ist.

Mit Preisen zwischen 24 und 36 Euro pro Woche positioniert sich das Studio bewusst im gehobenen Segment. Dafür erhalten Mitglieder Zugang zu einem System, das weit über klassisches Training hinausgeht. Geöffnet ist täglich von früh morgens bis in den späten Abend, viele Abläufe laufen digital – von der Terminbuchung bis zur Trainingssteuerung.

Mit dem Soft Opening ist nun der erste Schritt gemacht. Und der Eindruck bleibt: Hier ist etwas entstanden, das sich nicht in bekannte Kategorien einordnen lässt. Oder, wie Trott es selbst formuliert: „Trainier intelligent – und fühl dich dadurch stark.“

„Number 24“ feiert Soft Opening in Fulda. Fotos: Christine Görlich.