„Ich muss sagen, ich bin eine kleine Perfektionistin. Wir waren zu 90 Prozent zufrieden und insgesamt sehr, sehr zufrieden mit dem Ablauf des Abends“, sagt Schönherr rückblickend. Besonders die Vielzahl an Rückmeldungen habe sie überrascht: „Es gingen so viele Nachrichten ein, viele wollten Danke sagen und noch mehr wollten Feedback geben – ich bin immer noch am Beantworten.“
Der Abend selbst war für das gesamte Team ein Kraftakt. Bereits ab dem Vormittag liefen Aufbau, Soundcheck und letzte Abstimmungen. „Seit 10 Uhr waren wir angespannt – Aufbau, Soundcheck und noch vieles mehr“, beschreibt sie die Stunden vor dem Start. Gerade die technischen Abläufe und die Vorbereitung der Kandidatinnen und Kandidaten hätten viel Konzentration gefordert.
Auch hinter der Bühne war Schönherr stark eingebunden: „Ich war häufig im Backstage und habe mich um vieles gekümmert, auch um den Kandidaten die Nervosität zu nehmen.“ Gleichzeitig sei die Band enorm fokussiert gewesen, um den Teilnehmenden bestmögliche Bedingungen zu bieten: „Keiner wollte einen Fehler machen.“
Als schließlich der musikalische Teil der Talente vorbei war und „Jenny and the Gang“ selbst auf der Bühne standen, habe sich die Anspannung gelöst. Für die Band sei es ein besonderer Moment gewesen: „Dann konnte man endlich mal die Sau rauslassen – das war für uns ein Erleichterungsauftritt.“
Großes Lob findet Schönherr für die Jury, die den Abend aus ihrer Sicht mit viel Engagement begleitet habe. „Die waren auch alle sehr zufrieden, es hat ihnen extrem viel Spaß gemacht – das hatte fast schon TV-Charakter, wie sie mir berichteten“, sagt sie. Gleichzeitig räumt sie ein, dass das Format größer geworden sei als ursprünglich gedacht: „Wir hatten am Anfang etwas Schiss, so groß wollten wir es gar nicht aufziehen – und am Ende ist es doch das geworden, was es geworden ist.“
Auch organisatorisch stellte der Abend das Team vor Herausforderungen, etwa bei der Preisvergabe. Am Ende habe man sich bewusst für ein abgestimmtes Konzept entschieden, damit alle Talente auch einen verdienten Preis erhalten, und zusätzliche Auftrittsmöglichkeiten geschaffen.
Trotz der intensiven Vorbereitungszeit von nur rund zweieinhalb Monaten überwiegt nun die Zufriedenheit. „Jetzt wollen wir erstmal innehalten. Wir haben auch noch viel Nachbereitung zu tun“, so Schönherr. Besonders wichtig sei ihr der Grundgedanke hinter dem Projekt: unentdeckte Talente aus der Region sichtbar zu machen und zu fördern.
„Genau das war die Intention – und das hat sich gelohnt“, sagt sie. Die große Resonanz und die emotionale Stimmung im Saal hätten gezeigt, dass das Konzept funktioniert. Gleichzeitig blickt sie bereits vorsichtig nach vorn: „Es kitzelt schon wieder.“
Auch wenn der Aufwand enorm gewesen sei, bleibe vor allem eines hängen: „Wir haben das alles mit Herz gemacht.“ Nun hoffe man künftig auf stärkere finanzielle Unterstützung, um die Beteiligten angemessen vergüten zu können – bislang sei vieles ehrenamtlich gestemmt worden.
Der erste Abend von „Die Stimme Fuldas“ war damit nicht nur ein Wettbewerb, sondern ein intensives Gemeinschaftsprojekt – mit viel Einsatz hinter den Kulissen und großer Wirkung auf der Bühne. Oder, wie Schönherr es zusammenfasst: „Das Gefühl, das von diesem Abend bleibt, ist super.“
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