Lokales FD 24.04.2026

Diana Bleuel übernimmt das Steuer bei der Fahrschule Weber

Fulda (pk) – Die Fahrschule Weber Fulda hat einen Inhaberwechsel vollzogen, den die Öffentlichkeit kaum bemerkt hat. Bereits im vergangenen Jahr übernahm Diana Bleuel das Unternehmen von ihrem getrenntlebenden Ehemann Wolfgang Bleuel. Heute betreibt sie die drei Standorte in Fulda, Neuhof und Hosenfeld und hat Pläne.

Foto: Diana Bleuel.

Trotz der geschäftlichen Übergabe bleibt die Zusammenarbeit eng. Wolfgang Bleuel unterstützt den laufenden Betrieb weiterhin tatkräftig. „Er hilft uns immer noch und macht noch Fahrstunden“, erklärt Diana Bleuel und betont das harmonische Miteinander. „Wir sind ein Familienunternehmen“, sagt sie mit Blick auf die Historie. Diese Kontinuität spiegelt sich auch in der nächsten Generation wider: Sohn Maximilian Bleuel ist ebenfalls als Fahrlehrer im Betrieb aktiv und soll das Unternehmen später weiterführen. Der Weg in die Eigenverantwortung erforderte Einsatz. „Ich habe mich viel selbst reingefuchst“, erinnert sich Diana Bleuel. Stillstand ist für die Inhaberin, die ein elfköpfiges Team an ihrer Seite hat, ein Fremdwort, sie legt großen Wert auf kontinuierliche Fortbildung. „Ich besuche immer sämtliche Weiterbildung“, betont sie. Durch dieses Engagement kann sie unter anderem spezialisierte Beratungen wie die MPU-Vorbereitung anbieten.

Starkes Team und Fokus auf Zweiräder

Ein wesentlicher Vorteil der Fahrschule ist die Teamgröße. Durch die hohe Anzahl an Fahrlehrern entstehen für die Schüler nur kurze Wartezeiten. „Wir sind ein sehr eingespieltes Team, stressen tut uns wenig“, so die Betreiberin über das Betriebsklima. Ein besonderes Aushängeschild ist zudem das Zweiradgeschäft. Mit fünfzehn Motorrädern für alle Klassen gehört die Fahrschule Weber zu den größten Anbietern im Fuldaer Raum. Am 2. Mai von 9.30 Uhr bis 16 Uhr veranstaltet die Fahrschule einen Motorrad-Schnuppertag, bei dem Interessierte ab 15,5 Jahren erste Fahrversuche auf einem abgesperrten Gelände wagen können. Anmeldungen können während der Öffnungszeiten der Fahrschule vor Ort eingereicht werden.

Kritik an politischen Plänen

Während im eigenen Betrieb Kontinuität herrscht, blickt die Inhaberin kritisch auf die aktuelle Verkehrspolitik unter Minister Patrick Schnieder. Vorhaben, die Preise für Fahrschüler durch eine Reduzierung der Theorieeinheiten zu senken, stoßen bei ihr auf Unverständnis – besonders angesichts steigender Kraftstoffkosten. „Mindestens zu speziellen Themen wäre es gut in den Theorieunterricht zu müssen“, fordert die Fahrlehrerin. Für sie ist dies nicht nur eine finanzielle Frage, sondern ein Aspekt der Sicherheit: „Der Autoführerschein ist ein Waffenschein.“

Auch die zunehmende Fokussierung auf Simulatoren sowie Pläne für eine Laienausbildung durch Eltern sieht sie skeptisch. Nach einem Modell, das aus Österreich stammt, könnten Eltern bereits ab der siebten Fahrstunde Einheiten übernehmen. „Wir greifen manchmal auch noch in der Prüfung ins Lenkrad“, so Diana Bleuel über ihre Zweifel, ob dies gut gehen kann. Den verstärkten Einsatz von Simulatoren bewertet sie ebenfalls kritisch, da dies langfristig Arbeitsplätze gefährde. Zudem fehle im Simulator womöglich die nötige Ernsthaftigkeit: „Bei der Playstation bekommt man ein neues Auto“, auf einer realen Straße sei dies natürlich nicht der Fall. Gedanken an eine Anschaffung mache sie sich trotzdem. Bei aller Kritik verschließt sich das Unternehmen jedoch nicht dem Wandel. „Wir nehmen die Herausforderungen an und sind offen für Neues, wenn es gut ist“, schloss die Fahrschulen-Inhaberin.