Lokales FD 24.04.2026

Bundeswettbewerb Fremdsprachen – Domgymnasiasten siegen

Fulda (pm/gü) – Herausragender Erfolg für die Domgymnasiasten Emilia Mönnich und Marius Kümmel: Sie haben im Bundesfinale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen jeweils einen ersten Preis in der Kategorie SOLO Plus erzielt. Damit sind die beiden – zusammen mit vier weiteren Wettbewerbsteilnehmern – „Deutschlands größte Sprachtalente“, wie dem Presseportal von Bildung und Begabung zu entnehmen ist.

Emilia Mönnich und Marius Kümmel. Foto: Schule.

Die Qualifikationsrunde mit bundesweit insgesamt 470 Teilnehmern hatten Emilia und Marius bereits im Herbst vergangenen Jahres mit Bravour gemeistert. In ihrer ersten Wettbewerbsfremdsprache Griechisch hatten sie ein dreiminütiges Video über das „Wesen der Seele“ produziert und darüber hinaus einen Podcast zum Thema „languages connect everywhere“ aufgenommen. Mit ihren überzeugenden Arbeiten qualifizierten sich Emilia und Marius für das dreitägige Bundesfinale, in dem die 57 besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bielefeld zusammenkamen.

Dort galt es, vielfältige Aufgabenformate zu bewältigen, wie beispielsweise eine vierstündige „Reader-Aufgabe“ zum übergeordneten Thema „Kernidentität – Was macht uns als Menschen in einer digitalen Welt aus?“. In der Wettbewerbssprache Altgriechisch mussten dabei zunächst drei Texte von Aristoteles, Homer und Marc Aurel übersetzt und zusammengefasst werden. Diese sollten anschließend kommentiert werden, woran sich ein „Abstract“ der aufgestellten Thesen in der zweiten Wettbewerbsfremdsprache Englisch anschloss.

Ferner wurden auf der Grundlage eines Originaltextes von Platon Podcasts über die Macht der Rhetorik erstellt. In Einzelgesprächen mit der Fachjury haben Emilia und Marius ihre Übersetzungskompetenz und ihre Fähigkeit, gewissermaßen in den Dialog mit den griechischen Texten zu treten und aktuelle Bezüge herzustellen, unter Beweis gestellt. Den Einzelgesprächen folgte das wohl außergewöhnlichste Aufgabenformat, der „Escape-Room“. In diesem waren mindestens drei Fremdsprachen vertreten, sodass beim Lösen dreier Rätsel ständig zwischen den verschiedenen Sprachen gewechselt werden musste.

Über ihre Erfahrungen während der Finalrunde berichten die beiden Folgendes: „Es war eine wahnsinnig spannende Erfahrung, auf so viele sprachtalentierte und vielseitig begabte Menschen zu treffen. Aber auch die Aufgaben waren nicht minder aufregend. Vor allem die für den Schulunterricht sehr ungewöhnlichen Autoren und Aufgabenformate stellten eine echte Herausforderung dar. Umso schöner war es zu sehen, dass wir trotz dessen einen guten Zugang zu den Texten hatten und die griechische Sprache in noch vielfältigerer Art und Weise in all ihren Facetten erleben durften. Das hat uns mal wieder gezeigt, dass Altgriechisch alles andere als ‚tot‘ ist.“