Der Polizeibeamte a.D. Franz Josef Adam trat 1974 in den damaligen Bundesgrenzschutz ein. Nach dem Aufstieg in die mittlere Polizeibeamtenlaufbahn wurde er Gruppenführer in Alsfeld und Fulda sowie Ausbilder, ehe er sich zum stellvertretenden Zugführer weiterqualifizierte. Anfang 1992 wechselte Adam zum damaligen Grenzschutzamt Frankfurt am Main Flughafen. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2017 war er als Bundespolizeibeamter im gehobenen Dienst tätig. Daneben ist der heute 70-Jährige seit rund 28 Jahren kommunalpolitisch in seinem Heimatort Neuhof aktiv – zunächst als Gemeindevertreter und Mitglied verschiedener Ausschüsse. Von 2001 bis 2025 war er ununterbrochen ehrenamtlicher Erster Beigeordneter des Gemeindevorstands und damit Stellvertreter des Bürgermeisters. Weiter wirkte er von 2013 bis 2021 als Sprecher des Arbeitskreises „Zukunft gestalten“.
„Soziale Belange und der gesellschaftliche Zusammenhalt liegen Herrn Adam sehr am Herzen. So setzte er sich in den Jahren 2014/2015 auch ehrenamtlich für die soziale Integration von Flüchtlingen in der Region ein. Er hilft bis heute bei der Beschaffung von Wohnraum und dessen Einrichtung sowie bei der Durchführung von Umzügen. Zudem bietet er Fahrdienste und die Begleitung zu Arztbesuchen an und unterstützt ausländische Eltern bei Problemen ihrer Kinder in der Schule oder im Kindergarten“, führte Strube aus. Auch der Förderung von Inklusion beeinträchtigter Menschen nimmt sich Adam an, war 2018 Gründungsmitglied des Vereins Leben und Arbeiten in Neuhof. Darüber hinaus ist Adam in zwei Gesangvereinen und dem SV Neuhof aktiv. 2003 wurde der 70-Jährige mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.
Der zweite Gewürdigte, der Lauterbacher Michael Duschka, schloss die Verwaltungsfachhochschule für den hessischen Polizeidienst in Wiesbaden mit einem Diplom als Verwaltungswirt ab. Von 1976 bis 1990 war er Leiter der dezentralen Ermittlungsgruppe Alsfeld und Lauterbach und führte von 1996 bis 1999 die Abteilung Zentrale Dienste der Polizeidirektion Vogelsberg. Bis zur Versetzung in den Ruhestand im Jahr 2006 leitete er die Polizeistation Lauterbach und die Polizeiposten Schotten und Schlitz. Auch Duschka ist seit fast 30 Jahren kommunalpolitisch aktiv. Er engagierte sich zunächst von 1989 bis 1993 sowie von 2001 bis 2016 als Stadtrat Lauterbachs. Von 1997 bis 2001 hatte er das Amt eines Stadtverordneten inne. Daneben wirkte er intensiv im sozialen Bereich: etwa von 2007 bis 2023 als Mitglied des Seniorenbeirats Lauterbach und von 2012 bis 2023 als dessen Vorsitzender. Im Jahr 2019 wurde ihm unter anderem dafür die Auszeichnung der „Aktion Generation – lokale Familie stärken“ des damaligen Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration verliehen. Seit 2021 ist er zudem Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats sowie seit 2022 Mitglied der Kommission für Bewegung und Sport des Vogelsbergkreises. Als Mitglied des Bündnisses für Familie begleitete Duschka dessen Gründungsprozess aktiv.
Überdies engagierte sich der 79-Jährige von 2016 bis 2018 als ehrenamtlicher Flüchtlingskoordinator und Sprecher der Flüchtlings-Initiative der Stadt Lauterbach. Als Aufsichtsratsmitglied des Kompass Leben setzt er sich seit 2014 auch mit beispielloser Hingabe für Menschen mit Behinderung ein. „Mit seinem beharrlichen Einsatz für soziale Gerechtigkeit und seinem überdurchschnittlichen Engagement für Menschen mit Beeinträchtigung hat er mit seinem Wirken außergewöhnliche Akzente gesetzt“, sagte Staatssekretärin Strube in ihrer Würdigung von Duschka, der 2006 den Ehrenbrief des Landes Hessen sowie 2009 die Landesauszeichnung Soziales Bürgerengagement erhielt.
„Franz Josef Adam und Michael Duschka setzen sich seit Jahrzehnten in vielfältiger und eindrucksvoller Weise für das Gemeinwohl ein. Beide zeichnet hierbei ihr unermüdlicher Einsatz aus. Deshalb freue ich mich außerordentlich, sie für dieses beispielgebende Engagement im Namen des Bundespräsidenten und unserer Hessischen Landesregierung zu würdigen und spreche beiden von ganzem Herzen meinen Dank aus“, schloss Staatssekretärin Strube ihre Rede.
