Pool-Billard 28.04.2026

Bundesliga – SGJ mit Punkt in Oberhausen und Frust in Hamburg

Johannesberg (pm/sim) – Die SG Johannesberg hat am vorletzten Bundesliga-Wochenende ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Während beim 4:4 in Oberhausen ein Achtungserfolg gegen ein Starensemble gelang, ließ das Team beim 4:4 in Hamburg wichtige Punkte im Kampf um die Deutsche Meisterschaft liegen.

Fotos: Verein

Enttäuschung in Hamburg

Der Auftakt in Hamburg verlief aus Sicht der SG Johannesberg nicht nach Plan. Gegen den Tabellenletzten und designierten Absteiger hatte sich die Mannschaft deutlich mehr vorgenommen. Wie bereits in den vergangenen Jahren entwickelte sich jedoch erneut eine enge Partie, in der sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Am Ende stand ein 4:4-Unentschieden, das sich für die Johannesberger eher wie eine Niederlage anfühlte. Ein Punkt gegen einen Gegner aus dem Tabellenkeller ist im Titelrennen schlicht zu wenig – entsprechend groß war die Enttäuschung im Team und bei den Verantwortlichen.

Starke Reaktion gegen Oberhausen

Nur einen Tag später zeigte die SG Johannesberg jedoch eine starke Reaktion. Beim Auswärtsspiel gegen den Deutschen Meister BC Oberhausen trat das Team hochkonzentriert auf und lieferte eines der stärksten Saisonspiele ab. Gegen ein mit internationalen Topstars besetztes Team um Niels Feijen und Joshua Filler gelang es, die Begegnung offen zu gestalten und immer wieder Nadelstiche zu setzen.

Spitzensport auf höchstem Niveau

Bereits in der ersten Runde entwickelte sich ein Duell auf absolutem Topniveau. Juri Pisklov setzte sich im 8-Ball knapp mit 8:6 durch, während Daniel Maciol mit einem nervenstarken 8:7-Erfolg im 10-Ball gegen Joshua Filler ausglich. Tobias Bongers musste sich im 9-Ball Niels Feijen geschlagen geben, sodass Johannesberg mit einem knappen Rückstand in die zweite Runde ging.

In der zweiten Hälfte bewies die SG Johannesberg große Moral. Raphael Wahl glich mit einem wichtigen 8:5 im 8-Ball aus, während Juri Pisklov auch sein zweites Spiel gewann und damit seine starke Tagesform bestätigte. Am Ende stand ein 4:4-Unentschieden, das sich angesichts der Qualität des Gegners wie ein gewonnener Punkt anfühlte.

Einordnung: Verpasste Chance und Achtungserfolg

Die beiden Ergebnisse lassen sich klar einordnen: In Hamburg ließ die SG Johannesberg wichtige Pflichtpunkte liegen, in Oberhausen gelang dagegen ein Achtungserfolg gegen eines der stärksten Teams der Liga. In der Gesamtbetrachtung überwiegt dennoch die Erkenntnis, dass im Titelrennen wertvolle Punkte verloren gegangen sind.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Die SG Johannesberg bleibt im oberen Feld, hat jedoch an Boden auf Tabellenführer Altstadt verloren. Damit ist klar, dass die Chancen auf die Meisterschaft weiterhin vorhanden sind – jedoch nicht mehr vollständig in eigener Hand liegen.

Am letzten Spieltag gilt es nun, die eigenen Aufgaben zu erfüllen und auf Schützenhilfe zu hoffen. Mit der gezeigten Leistung gegen Oberhausen hat die SG Johannesberg bewiesen, dass sie mit den besten Teams der Liga mithalten kann. Fest steht: Das Titelrennen ist noch nicht entschieden – aber jeder Punkt hätte den Unterschied machen können.