Nach der Begrüßung durch Ulrich Schmitt aus der Geschäftsführung von antonius begann für viele Gäste der Höhepunkt des Tages. Kaum stand der Weg ins Freie offen, eilten die Kühe, die zuvor von Pater Thomas gesegnet worden waren, mit sichtbarer Energie auf die Weide, um zu grasen. „Wenn wir mit den Tieren gut und artgerecht umgehen, ist das auch ein Beitrag für eine bessere und menschlichere Welt“, betonte der Franziskaner und ergänzte: „Das Rausgehen in die Sonne und die Sinne auf der Haut zu spüren – das ist eindeutig artgerecht.“
Marius Reith, Abteilungsleiter der Landwirtschaft bei antonius, brachte die Freude der Tiere auf den Punkt: „Sonne ist das Schönste für eine Kuh.“ Sobald das Wetter mitspiele, würden die Tiere rausgelassen, erklärte er vor Ort. Für viele Familien ist gerade dieser Moment jedes Jahr ein besonderer Anziehungspunkt, weil er den Beginn der warmen Jahreszeit fast greifbar macht. Zahlreiche lachende und begeisterte Kindergesichter bestätigten dies.
Schon kurz nach dem Weideauftrieb herrschte auf dem Gelände lebendiges Markttreiben. Zwischen frischem Grün, bunten Setzlingen und dem Duft von Gegrilltem mischten sich Besucherinnen und Besucher, die das Angebot nutzten und sich an den Ständen beraten ließen. Küchenkräuter, Salate, Tomatenpflanzen und weiteres Gemüse wurden verkauft, dazu regionale Produkte aus dem Hofumfeld. Wer Lust auf eine Pause hatte, fand im Hofcafé und an den Essensständen reichlich Auswahl – von gegrillten Würstchen über Eis bis hin zu Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken.
Auch die St.-Antonius-Stiftung war mit einem eigenen Stand vertreten. Dort wurden nicht nur Lose für eine Pflanzen-Tombola angeboten, sondern auch für das zweite Fuldaer Entenrennen am 20. Juni 2026 geworben. Für zwei Euro konnten Besucherinnen und Besucher Lose erwerben und dabei unterschiedlichste Pflanzen gewinnen. Der Stand zog damit nicht nur Glücksritter an, sondern machte zugleich auf die Arbeit der Stiftung aufmerksam. Der gesamte Erlös ging hierbei an das Stiftungsprojekt „gemeinsam er:wachsen“.
Großen Zuspruch fanden zudem die Angebote für Kinder. An einer Holzkuh konnten die kleinen Gäste das Melken ausprobieren, außerdem konnten sie ihrer Kreativität beim Bemalen von Blumentöpfen freien Lauf lassen.
Wie sehr sich die Verantwortlichen über die Resonanz freuten, zeigte auch der Blick von Rainer Sippel, dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Er zeigte sich beeindruckt von den vielen Besucherinnen und Besuchern, die den Weg nach Haimbach gefunden hatten. „Gemeinsam können wir in Fulda viel bewegen und bedanken uns bei allen, die antonius bewegen“, betonte er.
In einem Gespräch mit Projektleiterin Janina Goldbach berichtete sie von der neuen Gärtnerei. Sie erklärte, dass dort rund 40 verschiedene Arbeitsplätze im Grünen entstehen sollen. Die Arbeit mit der Natur stehe dabei im Mittelpunkt. Besonders häufig würden Tomaten, Gurken und Paprika angebaut, daneben aber auch Auberginen und Salate. Damit setzt der antonius Hof nicht nur auf regionalen Genuss, sondern einmal mehr auf neue Perspektiven für viele Menschen.
