Boxen/Kickboxen 09.04.2026

Battle of Barock – Keune und Kilic fühlen sich im Ring wohl

Fulda (pk) – Weniger als drei Wochen bis zum „Battle of Barock V“ in der Esperantohalle in Fulda. Die Amateurboxer Dogan Kilic und Albin Keune, die sich im Brauns Gym auf das Event vorbereiten, blicken dem 25. April voller Vorfreude entgegen und lassen die intensiven Wochen der Vorbereitung Revue passieren.

Foto: Janosch Hensel und Privat.

Für Albin Keune, der gegen Steffen Schäfer antritt, hat sich seit dem Casting vieles gewandelt. Neben der optischen Veränderung habe sich vor allem die innere Einstellung grundlegend geändert. „Ich denke, man hat sich im Grundwesen geändert“, so Keune. Nie zuvor habe er so intensiv Sport getrieben, wobei er den Fußball bewusst ausklammert. „Im Fußball gibt es noch zehn andere, hier steht man komplett alleine da“, erklärt der Kämpfer den Unterschied. Seinen Fitnesszustand beschreibt er lachend als eine Entwicklung vom „Minusbereich“ in Richtung „90 plus“. Rückblickend sei die bisherige Vorbereitung wie im Flug vergangen.

In den verbleibenden Wochen bleibt die Intensität hoch. Während der Osterfeiertage nutzte Keune die Zeit zur Regeneration, um nun wieder voll in das Training einzusteigen. „Die zwei, drei Wochen ziehen wir jetzt radikal durch“, betont er. An Trainingstagen stehen meist zwei Einheiten auf dem Plan. Erst eine Woche vor dem Kampf wird das Pensum reduziert, um das Risiko einer kurzfristigen Verletzung zu minimieren, die den Start gefährden könnte. „Das ist die große Angst“, gesteht der Amateursportler. Dem Kampftag sieht er mit großer Vorfreude entgegen. Noch liege die Nervosität bei null, was sich am Tag des Duells jedoch sicher ändern werde. Seinen Einlaufsong hält er noch geheim, verrät aber bereits: „Es wird cool und pompös.“

Kilic: „Man fühlt sich viel wohler beim Kämpfen“

Auch für Dogan Kilic, der auf Viktor Schmidt treffen wird, trug die Arbeit der vergangenen Wochen eindeutig Früchte. Der Bezug zum Kampfsport sei immer größer geworden, auch wenn Kilic die eigene Leistung realistisch einordnet und nicht mit der von Profis vergleicht. Dennoch ist seit dem Start eine deutliche boxerische Entwicklung erkennbar. „Man fühlt sich einfach viel wohler beim Kämpfen“, beschreibt Kilic seine Fortschritte.

Selbst über Ostern sowie während der Fastenzeit im Ramadan zog er das Training konsequent durch. Trotz der Belastungen durch Beruf und Fußball fand er immer wieder Wege für zusätzliche Einheiten. „In der Zeit gab es auch immer mal wieder kleine Verletzungen“, berichtet der Amateurboxer. Für die letzten zweieinhalb Wochen lautet sein Ziel, jeden Tag für weiteren Fortschritt zu nutzen. „Jeden Tag, den man hat, ist ein Tag, an dem man Fortschritte machen kann“, so das Motto von Kilic. Die genaue Gestaltung der finalen Phase spricht er noch mit seinem Coach ab, er erwartet jedoch einen Fokus auf technisches Sparring und Laufeinheiten.

In puncto Nervosität zeigt sich Kilic bisher gelassen und verspürt aktuell keine Aufregung. Er ist sich jedoch sicher, dass die Anspannung noch kommen wird. Der Druck im Ring lasse sich ohnehin nicht im Vorfeld trainieren. Seinen Einlaufsong hat Kilic bereits vor langer Zeit ausgewählt – doch auch er möchte diesen vorab noch nicht preisgeben.