Bereits zuvor hatte Greaves mit einem überragenden Lauf auf sich aufmerksam gemacht. Im Halbfinale ließ sie Rob Cross beim 7:1 keine Chance und spielte dabei einen Average von über 105 Punkten. Spätestens damit war klar, dass die 21-Jährige an diesem Tag Großes vorhatte.
Das Finale entwickelte sich dann zu einem echten Krimi. Smith erwischte zunächst den besseren Start, doch Greaves kämpfte sich eindrucksvoll zurück und zeigte immer wieder ihre Klasse auf die Doppel. Besonders spektakulär: Ein 170er-Finish („Big Fish“) zur zwischenzeitlichen Führung – die Antwort auf ein starkes 157er-Checkout ihres Gegners.
In der entscheidenden Phase behielt Greaves die Nerven. Beim Stand von 7:7 kam es zum alles entscheidenden Leg – und dort setzte sie den Schlusspunkt auf spektakuläre Weise: Mit einem herausragenden 142er-Checkout sicherte sie sich nicht nur den Turniersieg, sondern auch einen Platz in den Geschichtsbüchern des Darts.
Der Triumph in Milton Keynes gilt als Meilenstein für den Sport. Noch nie zuvor hatte eine Frau ein Turnier auf der PDC Pro Tour gewonnen. Greaves unterstrich damit eindrucksvoll ihre Ausnahmestellung und setzte ein starkes Zeichen im internationalen Darts.
Aus deutscher Sicht verlief das Turnier durchwachsen. Max Hopp und Leon Weber erreichten das Achtelfinale, mussten sich dort jedoch deutlich geschlagen geben. Dennoch zeigte insbesondere Weber erneut aufsteigende Form.
Am Ende aber gehörte die Bühne ganz Beau Greaves – die mit einem historischen Erfolg für einen der größten Momente der jüngeren Darts-Geschichte sorgte.
