Organisator Marco Aust und der TLV Eichenzell freuten sich über eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen im Vergleich zum Vorjahr. „Ohne die Bambinis, die zählen wir da nicht mit“, betonte Aust mit Blick auf die gelungene Resonanz. Die Königsdisziplin war auch in diesem Jahr der Halbmarathon, bei dem es eine erfolgreiche Titelverteidigung zu feiern gab: Tim Hartmann setzte sich mit einer Zeit von 1:17:38 Stunden erneut an die Spitze. Auf dem zweiten Platz landete Matthias Flade (1:21:04 Stunden), gefolgt von Patrick Linz (1:21:19 Stunden), der das Siegerpodest komplettierte. Rang vier belegte Jan Hoyer vom Lauftreff Freigericht, der das Podest nur knapp verpasste. „Ich hatte vorher schon mal geschaut, wer so am Start ist, da war das nicht auszuschließen, dass ich wieder gewinne“, so Hartmann. Er verbesserte seine Zeit aus dem vergangenen Jahr um fast genau zwei Minuten. „Dass die Zeit schneller ist, damit habe ich auch gerechnet, da ich den Schwerpunkt auf Laufen gelegt habe“, erklärte der Sportler der SG Athletico Büdelsdorf. Jan Hoyer war mit seinem vierten Platz dennoch zufrieden: „Mit den negativen Höhenmetern ist der Lauf schon etwas Besonderes und gibt einem aber auch das falsche Gefühl der Sicherheit“, so Hoyer. Es gehe gut los, doch hintenraus werde es „brutal hart“.
Schnellste Frau war die gebürtige Amerikanerin Jessica Stoll, die nun in Fulda lebt. Sie kam mit einer Zeit von 1:37:09 Stunden ins Ziel. „Es war anstrengend, aber sehr schön“, resümierte Stoll. Sie habe sich über die Kilometer stetig hochgearbeitet und nun zum ersten Mal den Halbmarathon in Eichenzell bestritten. Platz zwei belegte Pia Maria Sauer vor Lisa Hoffmann auf Rang drei.
Den Zehn-Kilometer-Lauf absolvierte Jannes Neeb als Erster in 38:34 Minuten. „Der Lauf hat gute Höhenmeter. Es hat echt Spaß gemacht – gerade das Bergstück am Ende“, erklärte Neeb, der für das Team Naunheim läuft und eine zweieinhalbstündige Anreise auf sich genommen hatte. Bei den Frauen triumphierte Cathrin Möller nach 44:04 Minuten. Sie steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Minuten: „Ich habe über den Winter gut Intervalle trainiert“, erklärte sie ihre Leistungssteigerung.
Eine besondere Geschichte schrieb Werner Gottfried, der nach 1:10:00 Stunden ins Ziel lief. Mit 86 Jahren war er der älteste Teilnehmer der gesamten Veranstaltung. „Es hat alles gestimmt, sogar die Zeit“, erklärte Gottfried. Über das warme Wetter wollte er sich nicht beschweren: „Ich nehme es, wie es kommt“, so der 86-Jährige.
Der Fünf-Kilometer-Lauf lag fast komplett in den Händen des Main-Kinzig-Kreises. Es siegte Nick Lampropoulos (18:39 Minuten) vor Felix und Jörn Müller. Moritz Müller kam auf Platz sieben ins Ziel. Das Trio bildet ein Familienteam, geht für den TV Wächtersbach an den Start und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Wir sind voll und ganz zufrieden“, erklärte Vater Jörn Müller. Auf dem vierten Platz landete Philipp Rott aus Gelnhausen. „Ich war gut vorbereitet, es war der Start der Saison für mich“, so Rott. Bei den Damen setzte sich Annika Lötzsch nach 19:52 Minuten durch.
Auch der Nachwuchs zeigte starke Leistungen: Bei den Kinderläufen siegten Emil Nagel bei den Jungen und Tara Galahn bei den Mädchen.
