135 Teams haben sich für dieses Jahr bereits angemeldet. Sie kommen für das Event aus ganz Deutschland angereist und sogar aus dem Ausland – einige aus Belgien und den Niederlanden, aber auch aus Norwegen, Schweden und Dänemark liegen einzelne Anmeldungen vor. „Es ist wie Malleurlaub für einen Tag“, meint Marius Heurich aus dem Vorstand der Kirmesgesellschaft. Beim Kastenlauf geht es darum, im Teams von zwei bis vier Personen einen Bier- oder Äpplerkasten über die sieben Kilometer lange Strecke zu tragen und dabei zu leeren. Der Kasten darf nicht abgestellt und das Getränk weder ausgeschüttet oder an Zuschauer verschenkt werden. Gestartet wird in vier Wertungsklassen. Wer mit noch vollen Flaschen mit ins Ziel kommt oder unterwegs Flaschen oder Kronkorken verliert, bekommt eine Zeitstrafe aufgebrummt. „Etwa 20 Prozent haben sportlichen Ehrgeiz“, schätzt Heurich aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre. Die anderen würden es gemütlich angehen lassen und die Stecke wandern. Manche verkleiden sich oder bringen Musikboxen mit. Im Ziel können dann alle zusammen den Tag in geselliger Runde ausklingen lassen bei Burgern, kalten Getränken und Musik vom DJ.
Den ersten Kastenlauf in Weyhers hatte es 2023 gegeben. „Wir hatten bei Instagram gesehen, dass es das in Brandenburg gibt“, erinnert sich Heurich an die Anfänge. Eigentlich hatten sie sich getroffen, um für Fasching zu planen, aber am Ende des Abends stand der Plan für den Kastenlauf. „Wir haben andere Kirmesgesellschaften und Tanzgruppen eingeladen“, berichtet Heurich und die Premiere ging mit 36 Teams über die Bühne. Im Folgejahr waren 24 Teams dabei und 2025 explodierten dann die Teilnehmerzahlen. „Wir hatten ein Video auf Instagram gestellt und das ging dann viral, wir hatten über eine Million Aufrufe“, schildert Heurich. In der Folge kamen Anmeldungen aus allen Ecken Deutschlands und mit 125 Teams bekam die Veranstaltung eine ganz neue Größenordnung. „Das war dann auch für uns was Neues in der Organisation“ sagt Heurich. In diesem Jahr haben sich noch mehr Teams gemeldet. Viele, die schon im Vorjahr dabei waren, aber auch neue, die über Social Media davon erfahren haben.
