Lokales HEF 20.09.2025

Zehn Kilometer über den Highwalk - Feuerwehr will Weltrekord holen

Rotenburg (pm/gü) – In Rotenburg an der Fulda wird es am Sonntag richtig spannend. An diesem Tag plant die Kernstadtfeuerwehr einen spektakulären Weltrekordversuch auf dem Highwalk: In einer Staffel wollen die Feuerwehrleute in luftigen Höhen zehn Kilometer in unter 1:01:34 Stunden zurücklegen und das schwer bepackt in ihrer Schutzausrüstung.

Fotos: Feuerwehr Rotenburg an der Fulda.

Angefangen hat alles mit einem anderen Weltrekordversuch von fünf Feuerwehrkamerad/-innen auf der Hängebrücke in Willingen (Waldeck-Frankenberg). Dort wurde am 30. Januar dieses Jahres ein bis dahin einmaliger Weltrekordversuch mit voller Feuerwehrschutzausrüstung gewagt und ein Weltrekord mit einer Zeit von einer Stunde, einer Minute und 34 Sekunden auf insgesamt zehn Kilometer erfolgreich aufgestellt. Ab diesem Moment war für die hauseigene Lauf- und Sportgruppe der Rotenburger Feuerwehr schnell klar, dass sie versuchen möchte, diesen Weltrekord nach Rotenburg an der Fulda zu holen. Seit Anfang des Jahres 2025 befindet sich in Rotenburg an der Fulda eine eigene Hängebrücke. Der sogenannte Highwalk ist die etwas kleinere „Geschwisterbrücke“ des bekannten Skywalk in Willingen. Auf einer Länge von 617 Metern spannt sich der Highwalk von der Rodenberg Alm über das Rotenburger Kottenbachtal bis zum Teufelsberg. Damit ist die Hängebrücke die zweitlängste in ganz Deutschland und nur 38 Meter kürzer als der 655 Meter lange Skywalk in Willingen.

Damit der Weltrekord am 21. September nach Rotenburg an der Fulda geholt wird, müssen die Weltrekordversuch-Läufer auf zehn Kilometer die aufgestellte Zeit von 1:01:34 Stunden unterbieten. Jeder der Läufer überquert dafür die Hängebrücke jeweils auf einer Länge von ungefähr zwei Kilometern. Dafür trainieren die Läufer teils mehrmals pro Woche unter Weltrekordversuch-Bedingungen direkt auf dem Highwalk. Die Schwierigkeit des Weltrekordversuchs liegt nicht nur in der leicht schwankenden Hängebrücke sowie dem steilen Aufstieg, sondern vor allem an der schweren Feuerwehrschutzausrüstung. Diese Schutzausrüstung entspricht der Standardeinsatzausrüstung der Feuerwehr Rotenburg an der Fulda und ist komplett nach hessischer DIN-Norm. Sie besteht aus Feuerwehrhelm, Feuerwehrschutzkleidung (Jacke und Hose), Feuerwehrstiefel sowie Feuerwehrhandschuhe. Zusätzlich tragen die Läufer noch ein Atemschutzgerät auf dem Rücken. Daraus ergibt sich ein Gesamtgewicht der Schutzausrüstung von rund 25 Kilogramm.