In ihrer Begrüßung hieß Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des DRK-Kreisverbands Fulda, ein vielfältiges Publikum willkommen: Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Verbänden, Medien, Handwerk und Behörden sowie zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende, die das Herzstück des DRK in Fulda bilden. Das Engagement des Deutschen Roten Kreuzes wurde von ihr eindrucksvoll gewürdigt – sei es bei den internationalen Hilfseinsätzen, wie etwa in der Ukraine, in der Betreuung und Integration von Geflüchteten seit 2015 oder beim schnellen und verlässlichen Einsatz während der Corona-Pandemie. Die Präsidentin betonte: „In Fulda wurden mit 26 Testzentren und über 300.000 Impfungen beeindruckende Leistungen erbracht, die die enorme Bedeutung des DRK für unsere Region eindrucksvoll unterstreichen.“
Einen besonderen Höhepunkt des Abends setzte der Impulsvortrag von Prof. Dr. Christoph von der Malsburg, einem international anerkannten Hirnforscher und Pionier auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Unter dem provokanten Titel „Künstliche Intelligenz auf dünnem Eis“ spannte er einen faszinierenden Bogen von den komplexen Selbstorganisationsprozessen des menschlichen Gehirns bis zu den Grenzen heutiger KI-Technologien. Kritisch beleuchtete er die Diskrepanz zwischen echter menschlicher Intelligenz und den aktuellen Entwicklungen in der digitalen Welt. Sein eindringlicher Appell an ethische Verantwortung und Transparenz zeigte auf, wie wichtig es ist, den technologischen Fortschritt mit Bedacht und Weitsicht zu gestalten – gerade im Hinblick auf den Schutz junger Menschen vor den oftmals unkontrollierten Einflüssen digitaler Medien.
Als Dank überreichten Schenck zu Schweinsberg und DRK-Kreisgeschäftsführer Christoph Schwab dem Referenten einen Fuldaer Rucksack. Der Abend klang in einer entspannten Atmosphäre bei einem kleinen Empfang mit Speisen und Getränken aus, der Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung bot. So bot der Jahresempfang des DRK Fulda nicht nur Rückblick und Ausblick, sondern auch eine Plattform für den Dialog über die drängenden Fragen unserer Zeit – und bestätigte einmal mehr die Rolle des Kreisverbands als verlässlichen Partner in der Region, der Menschlichkeit, Engagement und Innovationsgeist miteinander verbindet.
