Der Fünf-Ländervergleich ist ein traditionsreiches Turnier, bei dem die Landesverbände Saarland, Rheinland-Pfalz, Rheinland, Westfalen und Hessen gegeneinander antreten. Zugelassen sind pro Leistungsklasse nur zwei Gruppen oder Einzelvoltigierer je Landesverband. Für jede Platzierung gibt es Punkte, die am Ende zum Mannschaftsergebnis addiert werden.
Nach einer langen Pause von sechs Jahren feierte das Team Vorderrhön 1 in Langenfeld sein Comeback auf nationaler Bühne. Schon in der Pflicht turnten die Voltigierer auf Anhieb auf Rang zwei. In der Kür folgte dann die Krönung, nahezu fehlerfrei, ausdrucksstark und in Harmonie mit dem Pferd. Am Ende stand der Sieg bei den L-Gruppen fest. Zum erfolgreichen Team gehören Sofia und Sturmius Hahner, Cosima Langer, Paula Breul, Annika Felzmann und Tamara Lochner, das Pferd Campino sowie Longenführerin Alexandra Herrlich. Herausragend war die Leistung von Sofia Hahner, die die beste Pflicht aller L-Voltigierer turnte. Ihr kleiner Bruder Sturmius musste sich knapp geschlagen geben und erreichte die zweitbeste Pflichtnote. Trainerin Alexandra Herrlich zeigte sich stolz: „Unser Pferd hat zum ersten Mal ein solches Event gemeistert. Wir sind unfassbar stolz auf unsere Leistung und das, was wir in diesem Jahr erreicht haben. Im nächsten Jahr werden wir in der nächsthöheren Leistungsklasse an den Start gehen.“
Auch die Voltigierer aus Molzbach waren in Langenfeld stark vertreten. Molzbach 4 startete in der Kategorie A mit Pferd Elias und Longenführerin Victoria Baier. Zum Team gehörten Maja und Minou Wehner, Lena Pappert, Magdalena Linß, Lotta Franke, Sophia Westhoff sowie Junia und Jolie Hohmann. In der Pflicht gab es Probleme. Trainingspartner Elias zeigte sich irritiert vom Reithallenboden, was Zeit kostete und dazu führte, dass die letzte Voltigiererin nicht ihr komplettes Programm zeigen konnte. Deutliche Abzüge waren die Folge. Doch die jungen Athleten ließen die Köpfe nicht hängen. In der Kür kämpften sie sich zurück und zeigten großen Teamgeist. Am Ende sprang Rang sieben heraus, und Elias bewies sich einmal mehr als treuer Vierbeiner. Molzbach 2 war in der M**-Kategorie am Start, mit Pferd Cristenee und Longenführerin Kristina Baier. Es voltigierten Clara Göb, Mira Hess, Vivien Bug, Franziska Ernst, Lisa Noodt, Magdalena Kurz und Melanie Kibler. Die Mannschaft präsentierte ihre beste Saisonleistung und konnte Neuling Cristenee ein gutes Gefühl bei seinem ersten großen Voltigierevent geben. Im Endranking belegten sie Rang sechs. Besonders Franziska Ernst überzeugte mit der drittbesten Pflicht aller M**-Gruppen. Neben strahlenden Gesichtern gab es aber auch Abschiedstränen. Vivien Bug und Magdalena Kurz beendeten in Langenfeld ihre aktive Karriere. Im M-Einzel trat Melanie Kibler für die PSG Molzbach an, ebenfalls mit Pferd Cristenee und Longenführerin Kristina Baier. Sie konnte ihre Trainingsleistungen nicht voll abrufen, kämpfte sich aber durch das Programm und belegte Rang sieben.
Mit all diesen Ergebnissen sammelte Hessen fleißig Punkte und belegte in der Endabrechnung den dritten Rang im Landesvergleich. „Ein großartiges Ergebnis, auf das wir stolz sein können“, hieß es aus dem hessischen Teamlager. Schon jetzt richten sich die Blicke nach vorn. Im kommenden Jahr wird der Fünf-Ländervergleich in Hessen ausgetragen. Beste Gelegenheit also, dass auch Voltigierer aus der Rhön erneut ihr Können zeigen.
Zuvor steht jedoch noch ein Höhepunkt auf dem Programm. Am Freitag, 3. Oktober, laden die Molzbacher Voltigierer zu ihrem Heimturnier ein. Von 8 bis 19 Uhr erwartet die Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm mit Voltigieren auf dem Pferd und dem galoppierenden Holzpferd. Außerdem werden das Finale des Volti-Cups Rhön-Vogelsberg sowie die Kreismeisterschaften des Kreisreiterbundes Rhön-Vogelsberg ausgetragen. Auch kulinarisch wird einiges geboten. Die Voltigierer freuen sich schon jetzt auf zahlreiche Gäste.
