Mit 8:0 fertigte der SC Willingen vor Wochenfrist die SG Johannesberg ab und verschärfte damit die Krise bei der SGJ – Fliedens Trainer Christian Kreß ist daher gewarnt, wenn sein Team die Gäste aus dem Upland empfängt. „Mit einem 8:0 habe ich da weniger gerechnet. Das ist aber für uns Grund genug, um das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir müssen voll da sein“, verlangt Kreß und hofft, dass sein Team nach der Niederlage in Dörnberg wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Immerhin habe die Leistung in den Spielen zuvor gestimmt, beispielsweise beim Derbysieg in Eichenzell – gegen Dörnberg ließ die Buchonia allerdings einiges vermissen, was Kreß gegen den Aufsteiger nun wieder sehen will: „Nach einer guten Anfangsphase waren wir in den Zweikämpfen nicht mehr präsent und haben uns der Spielweise des Gegners angepasst, ohne Not lange Bälle geschlagen.“ Das soll gegen die Nordhessen nun anders werden. „Dazu die Bewegung ohne Ball, defensiv und offensiv. Das gehen wir jetzt auch in der Trainingswoche an und wollen es entsprechend besser machen. Darauf arbeiten wir hin“, weiß Kreß. Personell ist der Fliedener Coach allerdings gezwungen, umzubauen: Ronaldo Zenuni fällt mit einem Wadenbeinbruch lange aus, „für ihn das Fußballjahr wahrscheinlich gelaufen. Dazu ist Marius Kullmann fraglich, Kelvin Jasching außerdem privat verhindert. Aber das müssen wir kompensieren“, so Kreß abschließend.
Vor einer ähnlich komplizierten Aufgabe steht die SG Bad Soden einen Tag später: Flieden-Bezwinger Dörnberg schlägt auf der Bornwiese auf – ein traditionell unangenehmer Gegner, wie Sodens Trainer Lars Schmidt sagt: „In Dörnberg ist es schon immer schwer gewesen und selten positiv für uns ausgegangen. Aber mit dem Heimvorteil im Rücken ist das nochmal was anderes.“ Schmidts Team sei unterdessen nach wie vor dabei, das 6:4-Spektakel gegen Vellmar aufzuarbeiten. „Das muss auch erstmal verarbeitet werden, schließlich kommt es nicht so oft vor, dass wir vier Gegentore kassieren“, betont der Trainer der Sprudelkicker, kann das Ergebnis aber durchaus einordnen: „Das hängt schlichtweg mit der Qualität des Gegners zusammen. Nichts desto trotz müssen wir schauen, dass wir unsere Defensive stabilisieren, um dann offensiv wieder Akzente zu setzen.“ Gegen die Gäste aus dem Habichtswald muss Schmidt personell wieder einmal umbauen: Keanu Banh, Joey D’agostino, Alexander Okyere und Jaroslav Kymlicka fallen weiter aus. Positiv für die Sprudelkicker: Mirza Kovac wird nach überstandener Wirbelverletzung wieder in die Startelf zurückkehren und auch Christian Pospischil ist gegen Dörnberg wieder im Kader des Tabellenführers.
Als drittes Team aus der Spitzengruppe ist die U23 der SG Barockstadt im Einsatz, auf heimischem Rasen an der Richard-Müller-Straße geht es gegen Aufsteiger Calden/Meimbressen. Der Club aus dem Landkreis Kassel reist in dieser Spielzeit zum ersten Mal nach Osthessen, generell ist es für die Nordhessen erst der zweite Vergleich mit einem Team aus der Region: Am vergangenen Wochenende verlor die Elf von Thomas Schindewolf zuhause mit 0:1 gegen Eiterfeld/Leimbach. Hannes Dittmar fehlt beim Aufsteiger rotgesperrt.
Verbandsliga
Freitag
19 Uhr
Eiterfeld/Leimbach – Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach (in Eiterfeld)
Samstag
15 Uhr
Flieden – Willingen
Sonntag
14 Uhr
Eichenzell – Vellmar
15 Uhr
Johannesberg – Wolfhagen
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Calden/Meimbressen (in Lehnerz)
SV Steinbach – TSV Wabern
Hofbieber – Lichtenauer FV
Bad Soden – Dörnberg
