Drittletzter gegen Vorletzter: Die Britannia ist noch sieglos, Willingen feierte zwar schon den Dreier gegen Johannesberg, steht aber einen Punkt hinter den Eichenzellern. Das Team von Coach Heiko Rützel hätte in der Vorwoche gerne an die guten Leistungen angeknüpft, reiste aber personell gebeutelt nach Dörnberg und holte sich eine bittere Niederlage ab. „Wir haben am Dienstag im Training Klartext gesprochen und versucht, das abzuschütteln. Die Köpfe waren dann schon wieder frei, und wir können uns von der Vergangenheit eh nichts mehr kaufen“, sagt Rützel. Vielmehr liegt der Fokus längst auf einem „entscheidenden Spiel“, so der Trainer, gegen den SC Willingen. Nicht für den Abstiegskampf – dafür ist die Saison mit dem zehnten Spieltag immer noch zu jung. Aber entscheidend dahingehend, dass die Britannia den Anschluss nicht verlieren darf: „Da klafft eine Lücke, die wir schließen wollen. Wir wissen natürlich auch, dass der Gegner in derselben Situation ist, und genauso gewinnen muss. Aber an dem Punkt müssen wir auch sagen: Wenn wir jetzt nicht gewinnen wollen, wann dann?“, fragt Rützel. Zumindest personell sieht es besser aus: Der Coach selbst wird die Schuhe zuhause lassen können. Arnis Mulaj kehrt nach Krankheit zurück, Matthis Sang (Blinddarm) ist ebenfalls wieder dabei und Abdou Badji Coly sogar eine Startelf-Option. „Die Mannschaft weiß, um was es geht. Wir bauen keinen unnötigen Druck auf, aber man sieht, dass im Training jeder gewillt ist. Diese Qualität müssen wir jetzt im Spiel umsetzen“, fordert Rützel.
Johannesberg „in der Pflicht“
Der Sonntag beginnt bereits ab 14 Uhr mit dem Duell des SV Hofbieber gegen Dörnberg: Der SVH präsentierte sich zuletzt beim 0:1 gegen Lichtenau und auch beim 0:1 in Vellmar stabil, vorne haperte es allerdings – an der Chancenverwertung, aber auch am Personal. Vor dem heimischen Publikum rechnet sich das Team von Sebastian Vollmar gegen den FSV aber durchaus etwas aus, und könnte mit einem Sieg die Lücke zum Tabellenmittelfeld verkleinern.
Noch weiter unten ist die SG Johannesberg unterwegs: Zwei Punkte nach zehn Spielen, noch kein Sieg, zuletzt 0:18 Tore in drei Partien. „Das spricht natürlich Bände. Wir stellen aktuell die schwächste Defensive und auch Offensive. Das wollen wir verändern. Aber wir haben auch eine Menge Nackenschläge bekommen“, sagt Trainer Meik Voll, der aktuell versuche, das Training „abwechslungsreich“ zu halten. Gegner Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach sei wiederum der nächste unangenehme Gegner, „aber in dieser Liga ist es gegen jeden schwer“, so Voll: „Wir haben uns bisher zuhause besser präsentiert, dass wollen wir jetzt auch und dafür müssen wir die reinen Fußball-Tugenden auf den Platz bringen. Ich habe der Mannschaft auch gesagt: Wenn sie alles auf den Platz bringt, entschuldigt das jedes Ergebnis. Aber die Mannschaft ist jetzt auch in der Pflicht“. In dem Tal, in dem die SGJ angekommen ist, zähle nur die Einstellung: „Wir wollen auf dem Platz wieder unbequem werden, um da rauszukommen. Dafür brauchen die Jungs aber auch wieder ein Erfolgserlebnis“. Einen Bruch gebe es aber in keiner Weise, betont der Trainer, der ein paar
krankheitsbedingte Fragezeichen mitschleppt, aber betont: „Wir schenken die Saison nicht her und werden bis zum letzten Atemzug alles geben“.
Verbandsliga
Samstag
15 Uhr
Eichenzell – Willingen
Bad Soden – Woflhagen
Flieden – Calden/Meimbressen
Sonntag
14 Uhr
Hofbieber – Dörnberg
15 Uhr
Johannesberg – Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Hessen Kassel II (in Lehnerz)
TSV Wabern – Lichtenauer FV
SV Steinbach – Vellmar
