Für die beiden Aufsteiger war es der erwartet schwere Start in die Saison, Platz 15 für Johannesberg und Platz 16 für den SVH sprechen Bände. Aktuell hat nur der SC Willingen weniger Punkte auf dem Konto. Im direkten Duell wollen beide nun endlich dreifach punkten, wenngleich die Voraussetzungen auf beiden Seiten besser sein könnten: Beide Teams plagen personelle Probleme, die sich am Wochenende nochmal verschlimmerten. Bei der 2:4-Niederlage gegen Steinbach musste SVH-Trainer Sebastian Vollmar Unterschiedsspieler Julian von Keitz vom Feld nehmen, in Johannesberg wechselte Coach Meik Voll Amir Hossini (Zerrung) und Adrian Schneider (Achillessehne) verletzt aus. Zu allem Überfluss flog Leon Butsch mit der Ampelkarte vom Platz, weil er nach der ersten Gelben in Richtung des Schiedsrichters applaudierte. „Da hat er uns einen Bärendienst erwiesen“, kritisiert Voll, sagt allerdings auch: „Das weiß er aber auch selbst.“ Überhaupt steht der SGJ-Coach mit seinem Team vor einer „bitteren Woche“, da der ohnehin schon kleine Kader durch die Ausfälle noch mehr dezimiert ist: „Ich werde wieder komplett umstellen müssen“, blickt Voll voraus.
Immerhin reisen die Johannesberger nach dem Duell mit Hofbieber am kommenden Wochenende ins Upland zum Tabellenletzten Willingen. „Wir gehen mit vielen Ausfällen in diese wichtigen Spiele gegen Gegner, die mit uns unten drin stehen. Das ist bitter und ich hoffe, dass die Ergebnisse in dieser Woche nicht auch bitter werden.“
Knapp über der Abstiegszone steht die SG Eiterfeld/Leimbach, die zumindest schon zwei Siege auf dem Konto hat, zuletzt aber von Wolfhagen die Grenzen aufgezeigt bekam. Steven Rakk fehlte verhindert und dürfte wieder zurückkehren. Eine derart klare spielerische Überlegenheit wie von Wolfhagen dürfte Eiterfeld/Leimbach beim TSV Wabern am Mittwoch (18.30 Uhr) vielleicht nicht erwarten, dennoch ist der TSV ein Team, das bewiesen hat, jedem wehtun zu können. Die Belastung sei dabei keine Ausrede, stellte Eiterfelds Trainer Andreas Herzberg schon am Wochenende klar: „Wir spielen Verbandsliga. Das will jeder, dann müssen wir diese Bedingungen auch auf uns nehmen."
