Für den SV Steinbach ist es das letzte Spiel in der Hinrunde gegen einen Konkurrenten aus der Region: Bizarrerweise spielte die Elf von Petr Paliatka gegen sämtliche osthessische Teams bereits an den ersten sieben Spieltagen. Das Duell gegen die Barockstadt-Reserve stellt nun den Abschluss für den SVS da, bevor es im Anschluss vorwiegend nach Nordhessen geht. Die Bilanz des Hessenliga-Absteigers ist zumindest solide: Drei Siege gab es gegen Johannesberg, Flieden und jüngst in Hofbieber, in Eiterfeld und Bad Soden mussten sich Paliatkas Team jeweils knapp (0:1) geschlagen geben. Das einzige Unentschieden resultierte aus dem 2:2 gegen Eichenzell.
Nun wartet mit der SGB-U23 allerdings ein Team, was sich in den vergangenen zwei Wochen warm geschossen hat: Dem 7:2 in Dörnberg ließ die Mannschaft von Sebastian Sonnenberger und Niklas Herget ein 5:0 gegen Willingen folgen – vor allem spielerisch brillierten die Fuldaer, entsprechend schwer dürfte die Aufgabe für den SVS werden – das weiß auch Trainer Paliatka: „Die Qualität ist hoch, das wird nicht einfach. Aber wir wollen gewinnen, vor allem zuhause.“ Sein Team sieht der Trainer dabei auf einem guten Weg, beim 4:2 gegen Hofbieber am Sonntag habe auch endlich das Toreschießen funktioniert, nachdem der SVS zuletzt öfter Chancenwucher vor dem gegnerischen Kasten betrieben hatte. „Aber die Form kommt jetzt bei vielen Spielern. Dazu Mittwochabend zuhause, Flutlicht. Was willst du mehr?“, freut sich Paliatka auf das Spiel. Personell kann der Übungsleiter wieder auf Lukas Gemming bauen, der zuletzt beruflich verhindert war. Ausfallen hingegen werden Fabian Wiegand (Bänder), Fabian Koch ist mehr als fraglich. „Zu 95 Prozent ist er raus.“
Niklas Herget aus dem Trainerteam der SGB sieht ebenfalls eine komplizierte Aufgabe auf sein Team zukommen, schließlich sei Steinbach nochmal ein ganz anderes Kaliber als Dörnberg oder Willingen. „Wir kennen ihre Qualität, das wird vor allem auswärts richtig unangenehm. Wir wollen dort bestehen und ein Spiel auf Augenhöhe abliefern“, weiß Herget und fordert höchste Konzentration: „Sonst wird man von so einem Gegner schnell bestraft.“ Abgesehen von den Langzeitverletzten Antonije Novakovic und Silas Bernges steht den Domstädtern der komplette Kader zur Verfügung – die Voraussetzungen für ein spannendes und hochintensives Derby sind also gegeben.
