Leichtathletik 02.09.2025

U14-Hessenfinale – Mädchen feiern Gold – Jungs holen Bronze

Friedberg (pm/pf) – Leichtathletisch gesehen stand der Samstag in Hessen ganz im Zeichen des Hessenfinales der Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaft U14 (DJMM U14) auf der Sportanlage Burgfeld in Friedberg. Der Regen wirbelte den Zeitplan am frühen Nachmittag etwas durcheinander. Den Wettkämpfen tat das aber keinen Abbruch: Es gab tolle Leistungen und spannende Wettkämpfe zu sehen. Und aus osthessischer Sich zwei Medaillen obendrauf.

Fotos: HLV-Kreis Fulda-Hünfeld

Schon vor dem Hessenfinale der Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaft U14 (DJMM U14) hatte sich auf der Basis der Daten der Qualifikationsleistungen abgezeichnet, dass es in diesem Jahr auf einen Sieg der Mädels der StG Hünfeld-Eichenzell-Flieden hinausläuft. Der Vorsprung der Mädels der StG Hünfeld-Eichenzell-Flieden (7188 Punkte) vor den Zweitplatzierten, der StG Marburg-Kirchhain (6569 Punkte) war mit 619 Punkten schon sehr deutlich. Aber man kann sich nie sicher sein. Abgerechnet wird immer am Ende des Wettkampfs. Und im Rahmen eines Wettkampfs kann bekanntermaßen viel passieren.

An Disziplinen gab es der Reihe nach die 60 Meter Hürden, den Hochsprung, den 75 Meter Sprint, den Ballwurf, die 4x75 Meter -Staffeln, den Weitsprung und den abschließenden 800 Meter-Lauf. Pro Disziplin können jeweils drei Athleten eingesetzt werden, von denen jeweils die beiden Besten in die Wertung kommen. Bei den Staffeln kommt die schnellere von zwei Staffeln in die Wertung. Die Leistungen werden in Punkte umgerechnet und zu einem Teamergebnis zusammengerechnet.

Und so wie es die Qualifikationsleistungen erwarten ließen fing es dann auch an. Die StG Hünfeld-Eichenzell-Flieden ging nach dem Hürdenlauf mit 23 Punkten in Führung. Dann der Hochsprung! Nun die StG Marburg-Kirchhain mit 50 Punkten in Front. Nach dem 75 Meter-Sprint schmilzt der Vorsprung von Marburg-Kirchhain auf zehn Punkte zusammen. Dann der Ballwurf, die Führung wechselt wieder, die StG Hünfeld-Eichenzell-Flieden nun mit 158 Punkte vorne. Und die Führung wurde Zug um Zug weiter ausgebaut. Am Ende des Wettkampfs waren die Mädels der StG Hünfeld-Eichenzell-Flieden mit 7213 Punkten, und einem Vorsprung von 407 Punkten auf die zweitplatzierte Mannschaft der StG Marburg-Kirchhain, siegreich.

Das dritte Jahr in Folge geht damit die Hessenmeisterschaft bei den Mädels nach Osthessen

In 2023 holten die Mädels der StG Hünfeld-Neuhof-Flieden die Hessenmeisterschaft, in 2024 waren es dann die Mädels der StG Fulda-Eichenzell und nun in 2025 die Mädels der StG Hünfeld-Eichenzell-Flieden. Und das sind in diesem Jahr: Eva Weigel, Frieda Auerbach, Greta Emilia Fallier, Ida Bieber, Lawen Maiello und Malia Bohl (alle TLV Eichenzell); Clara Weber, Emma und Frieda Hasenauer, Frida Derigs, Lea Dostal, Lea-Sophie Hesse und Lotta Roth (alle Hünfelder SV); Franziska Heußner (TV Flieden)

Jungs holen Bronze

Bei den Jungs waren die Vorzeichen ganz anders als bei den Mädchen gesetzt. Die Jungs der Startgemeinschaft „Hünfeld-Petersberg-Hilders“ hatten sich mit der neuntbesten Punktzahl (5653 Punkte) für das Hessenfinale der zehn besten Mannschaften qualifiziert.

Ziel war möglichst Platz fünf zu erreichen. Und dann kam alles ganz anders. Das, was im Vorkampf nicht geklappt hatte klappte. Die Jungs steigerten sich von Disziplin zu Disziplin. Vor dem abschließenden 800m-Lauf war man gar auf Platz vier. Und nach dem 800 Meter-Lauf war es dann sogar Platz drei mit 6161 Punkten, 508 Punkte mehr wie im Vorkampf. Von Platz zwei nur 28 Punkte entfernt. Die Jungs hatten die gleichen Disziplinen wie die Mädchen, lediglich die Reihenfolge war etwas abweichend.

In der Jungenmannschaft der Startgemeinschaft „Hünfeld-Petersberg-Hilders“ waren am Start: Alexander Heerlein, Fabian Leibold, Lennart Schmitt, Leo Wingenfeld, Lukas Debus, Mathéo Freier, Max Beckmann und Moritz Heß (alle Hünfelder SV); Alwin Greifzu (TV Hilders); Stian Rübsamen (TV Petersberg).

In den vorstehenden Zeilen gibt es keine Aussagen zu den Leistungen einzelner. Das waren einfach richtig gute Mannschaftsleistungen. Die Betonung liegt auf Mannschaftsleistungen! Das ein oder andere hat nicht wie gedacht geklappt; dafür lief es an anderen Stellen wiederum besser. Am Ende zählt bei diesem Wettkampf nur das jeweilige Mannschaftsergebnis! Und das war sowohl bei den Jungs wie auch bei den Mädels top.

Zwei Ergebnisse sollen doch noch genannt werden: Malia Bohl ist die 75 Meter in 9,90 Sekunden gelaufen und Lawen Maiello hat den 200 Gramm-Ball 51,5 Meter weit geworfen. Das sind beides Werte die in die Top-100 der Ewigen Bestenliste des Hessischen Leichtathletik-Verbandes einfließen. Als Resümee bleibt festzustellen, das war in Summe ein genialer Tag. Es war stressig, es war spannend, und die Athleten hatten viel Spaß miteinander, es war einfach schön. Wer nicht dabei war, verpasste etwas.