Der Schlossturm darf kostenlos besichtigt werden. Über eine Türschleuse im zweiten Stockwerk werden automatisch die Besucherinnen und Besucher erfasst. Es dürfen nur 60 Gäste gleichzeitig unterwegs sein, bevor die Schleuse schließt. Sobald einige Personen wieder den Turm verlassen, lässt das Gerät neue Personen hinein. Der Schlossturm ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die oberste Ebene im Außenbereich lässt sich nur über einen Treppenaufgang betreten.
Bei der Sanierung und Neugestaltung des Turminneren habe es einige Hürden gegeben, wie Schreiner berichtete. Er bedankte sich für die sehr gute Arbeit, die geleistet worden ist: „Das ist echte Ingenieurskunst.“ Auf den zunächst viereckigen Turm aus der mittelalterlichen Zeit sei der spätere achteckige Renaissance-Bau aufgesetzt worden, erläuterte der zuständige Architekt Jürgen Krieg. Der Turm kann barrierefrei über den Schlossinnenhof betreten werden. Von dort führt Ein Aufzug bis kurz unter oberste Aussichtsplattform, erläuterte Krieg. Er riet dazu, wenn möglich dennoch den Treppenweg ab dem zweiten Stockwerk zu nutzen: „Es ist ein Gang durch die Geschichte.“
Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums und für das Museum im Stadtschloss zuständig, gab während der Besichtigung Einblicke in die historische Entwicklung des Schlossturms. Ein Videobeitrag im Eingangsbereich vor der Schleuse sowie im oberen Bereich zeige die architektonische Entwicklung. Schreiner verwies dabei auf die kontrastreichen Wechsel in der Bauart zwischen Mittelalter und Renaissance. Krieg führte aus, dass für die Erneuerung des Treppengeländers und des Aufzugs über 1000 Teile exakt produziert werden mussten: „Jedes Maß ist unterschiedlich.“ Alle Teile hätten zudem über das Dach in den Schlossturm hineingebracht werden, weil von unten kein Eingang existiere. Weitere Rückfragen beantworteten Projektleiter Edgar Baum und Adrian Hehl von der unteren Denkmalschutzbehörde.
