Die Sonderausstellung „Big 5 – Warum Arten sterben“ beschäftigt sich mit einer der drängendsten ökologischen Krisen unserer Zeit. Arten sterben oft leise und unwiderruflich. Die Ausstellung macht die stille Krise sichtbar, die sich nicht nur auf anderen Kontinenten, wie beispielsweise Afrika mit dem Nashorn oder Elefanten, abspielt, sondern direkt vor der eigenen Haustür.
„Es geht oft in den Medien um die Frage ‚Kann es gelingen, dass Orang-Utans auch in 20 Jahren in Freiheit leben können?‘, oder ‚ob das Nashorn überlebt‘. Die Frage, wie es mit der Biodiversität bei uns aussieht, kommt allzu kurz“, sagte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bei der Eröffnungsfeier. Die Ausstellung solle dabei helfen, ein Bewusstsein für die Gründe des Aussterbens zu schaffen. „Zerstörung und Veränderung des Lebensraums, Übernutzung natürlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung, Klimawandel“, nannte Wingenfeld einige Beispiele. So schätze der Oberbürgermeister besonders, dass die Ausstellung konkret wird und die Gründe für das Artensterben aufgreife und klarstelle. „Die Exponate zeigen Wesen, die besonders bedroht sind. Sie zeigen, wieso sie verschwinden und was wir tun können“, erläuterte er.
Mitmach-Elemente regen dabei zur Teilnahme an. Abschließend hob Wingenfeld nochmal hervor: „Es ist natürlich wichtig, dass wir lokal denken. Aber auch Globaldenken ist ganz wichtig. Es kann uns nicht egal sein, was in Afrika passiert. Aber auch nicht, was bei uns passiert“. Das Artenaussterben sei ein zentrales gesellschaftliches Thema und finde unmittelbar vor unserer Haustür statt. „Und schuld daran sind wir Menschen“, sagte Mona Hutter, wissenschaftliche Volontärin in der Naturkunde-Abteilung des Vonderau-Museums. So sei das Problem des Artenaussterbens ein zentrales Thema in der Ausstellung. Zudem werden Themen wie Lebensraumverlust oder die Auswirkung des Klimawandels aufgegriffen.
„The Big 5“ stehe nicht für die berühmten fünf Großtierarten, mit denen Safari-Touristen nach Afrika gelockt werden, sondern für die Hauptgründe des Artensterbens. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
