„Es war ein großer Vorteil, dass wir vor Corona abgehandelt hatten, wo wir Schwerpunkte setzen wollen“, sagte Bürgermeister Dag Wehner vorherigen Medienentwicklungsplan für die Jahr 2019 bis 2023. Auch mit Unterstützung aus dem Digitalpakt des Landes konnte so viel umgesetzt werden. Für die Geltungsdauer des nun erstellten Medienentwicklungsplans für die Jahre 2025 bis 2029, für den ein Finanzvolumen von 11,2 Millionen Euro vorgesehen ist, hofft die Stadt, dass es wieder Begleitung durch einen Digitalpakt gibt. Benjamin Kümmel von der städtischen IT stellte das Werk und den Weg dahin näher vor. In der Entstehungsphase waren die Schulen eingebunden worden und ihre Wünsche und Vorstellungen abgefragt worden. Dabei seien besonders häufig noch mehr Support, ein besseres Schnittstellenmanagement beziehungsweise mehr Automatismen in diesem Bereich und eine bessere Verzahnung unterschiedlicher Plattformen genannt worden. Das soll in den kommenden Jahren angegangen werden, unter anderem mit der Einstellung von zwei weiteren Mitarbeitenden und der Öffnung des Schulbudgets, sodass daraus auch digitale Materialien, zum Beispiel für die Unterrichtsvorbereitung, angeschafft werden können. Im Nachgang seiner Präsentation beantwortete Kümmel zahlreiche Fragen zum Thema IT an den städtischen Schulen und konnte auch von mehreren Seiten Lob für das Fuldaer Schulportal entgegennehmen.
Um Familienkarten im Freibad Rosenau drehte sich ein Antrag der Grünen, sie forderten unter anderem, dass die Familienkarte auch für Familien mit mehr als drei Kindern gilt und Alleinerziehende einen „angemessenen Preisnachlass“ auf die Familiensaisonkarte erhalten. Zum ersten Punkt sagte Wehner: „Es gibt nur eine technische Begrenzung“ – aus Sicherheitsgründen. Vor Ort an der Kasse könnten auch mehr Kinder eingetragen werden. Das hatten die Grünen inzwischen auch von der RhönEnergie erfahren und eine verständlichere Erklärung dieses Punktes auf der Homepage zur kommenden Saison war ihnen zugesichert worden, sodass dieser Teil als erledigt betrachtet wurde. Zum zweiten Punkt verwies Wehner auf die bereits extrem niedrigen Preise für Familiensaisonkarten im Rosenbad. Diese lägen nur elf Euro über dem Preis einer Saisonkarte für eine einzelne erwachsene Person. Zudem wäre ein Umsetzung auch schwierig, da der Personenstand „alleinerziehend“ in keinem Dokument aufgeführt sei. So wurde bei Gegenstimme der Grünen und Enthaltung der SPD der Magistratsvorlage zugestimmt, den Antrag abzulehnen.
Ein weiterer Antrag der Grünen hatte zum Inhalt, Fuldaern und Besuchern der Stadt die Geschichte historischer Gebäude näher zu bringen mit Schildern und QR-Codes. Dominik Höhl, Leiter des Amts für Tourismus- und Marketingmanagement, sagte, dass – nach dem Hessentag – eine Arbeitsgruppe gerne prüfen könne, welche Häuser wirklich interessant sind, und wie diese sich zu einem Rundgang verbinden lassen. „Die Technik ist verfügbar“, machte er deutlich, dass es um die Inhalte geht. Der Antrag wurde dann auch einstimmig angenommen. Nicht mehr abgestimmt werden musste über einen weiteren Grünen-Antrag, einen übergeordneten Kulturkalender für Fulda zur Verfügung zu stellen, in den Vereine und Institutionen ihre Veranstaltungen eintragen können. Die Erläuterungen Höhls zu den vorhandenen Möglichkeiten des Veranstaltungskalenders, der auf verschiedene Systeme ausgespielt werden kann und in Zukunft noch um einen KI-Chatbot ergänzt werden soll, reichten den Antragsstellern aus. Mitgegeben wurde der Stadt nur der Wunsch, die Möglichkeit, dort seine Veranstaltungen publik machen zu können, gerade bei Vereinen noch bekannter zu machen.
