Nachdem der dröhnende Lärm der Hot Saw verklungen war, reckte Danny Martin die Faust zum Sieg und stieß einen lauten, erleichterten Jubelschrei aus. Nach zwei gewonnenen Semifinals ist er als Favorit in den Wettbewerb gegangen, startete aber holprig ins Finale: mit einem enttäuschenden neunten Rang am Underhand Chop und einer Niederlage im direkten Duell mit dem Schweizer Rekordmeister Christoph Geissler.
„Dass ich nach der ersten Disziplin erstmal unten in der Tabelle stand, war richtig hart für mich. Mich dann wieder nach oben zu arbeiten, war auf jeden Fall die größte Herausforderung im Wettkampf“, sagte Martin. Es folgte ein dritter Platz an der Stock Saw und eine Kampfansage am Standing Block Chop: Erneut standen sich hier Martin und Geissler gegenüber. Der Deutsche war fokussiert, konzentriert und bearbeitete den Stamm mit harten Schlägen. Mit 19:55 Sekunden stellte er eine neue persönliche Bestzeit in der Axtdisziplin auf, die das Fällen eines Baumes simuliert. Als nächstes gewann Martin an der Singlebuck, der zwei Meter langen Einmannzugsäge.
Spätestens ab diesem Moment schien den rund tausend jubelnden Zuschauern im Schweizer Wildhaus bei St. Gallen bewusst zu werden, dass der Titel nicht im Land bleiben würde. Ihre beiden stärksten Sportler Geissler und Pabst konnten Martin ebenso wenig aufhalten wie der Österreicher Armin Kugler. Dieser stand Martin in der sechsten und letzten Disziplin an der Hot Saw gegenüber. Drei abgesägte Scheiben und nur 6,10 Sekunden später stand fest, dass der erste DACH-Meister aus Deutschland stammt. Kugler blieb nur der nationale Titel als bester Österreicher des Wettkampfs.“
Danny Martin freute sich über den Tagessieg: „Der DACH-Titel ist für mich auf jeden Fall mehr wert als der nationale Titel. Gegen zwei der stärksten Europäer wie Kugler und Pabst zu gewinnen, fühlt sich einfach gut an.“ Nun bleiben ihm rund zwei Monate, um sich auf die WM in Mailand vorzubereiten.
Alle Teilnehmer und die Ergebnisse der Pros finden Sie in unserer Database. Am Sonntag (31.8.) treten noch die Rookies an.
