„Das war ein starkes Spiel, auch wenn wir nur schwerlich reingefunden haben. Rüsselsheim war ein wirklich guter Gegner und auch auf Augenhöhe, zumindest phasenweise. Das hat wirklich nochmal Spaß gemacht und war ein würdiger Abschluss einer fantastischen Saison“, freute sich Schreiner über den Sieg am letzten Spieltag. „Unsere Defense war mal wieder bombastisch, auch wenn die 33 gegnerischen Punkte das auf den ersten Blick nicht so aussehen lassen.“ Drei Big Plays der Crusaders seien dafür hauptursächlich gewesen, „das kann man eben teilweise einfach nicht verhindern“, so der General Manager: „Dennoch: Wir hatten viele Turnover on Downs, drei Interceptions und einen Forced Fumble, der auch zum Pick Six in die gegnerische Endzone getragen wurde.“ Alles in allem also ein rundum gelungener Tag für die Saints, die nun in die wohlverdiente Offseason starten – zuvor wurden nach dem Spielende gegen Rüsselsheim allerdings noch die teaminternen Saisonauszeichnungen vergeben: So wurden die Imports Andre Tucker und Dawson Elliott Offensive Player of the Year beziehungsweise Defensive Player of the Year, Paul Müller und Maximilian Rausch heimsten die Titel als MIP’s (Most Improved Player) ein. Als Most Valuable Player MVP) wurde erwartungsgemäß Patrick Dendtler ausgezeichnet – der Quarterback spielte abermals eine herausragende Saison für die Saints und war hauptverantwortlich dafür, dass die Fuldaer Offense unter allen dritten Ligen deutschlandweit die zweitbeste nach Punkten ist. „Nur Augsburg hat da 80 Punkte mehr, die hatten allerdings auch zwölf Saisonspiele, wir nur zehn. 40 Punkte pro Spiel – das wäre doch machbar gewesen“, schmunzelte Schreiner, der berechtigterweise extrem stolz auf das Team und alle Verantwortlichen auf und neben dem Feld war.
Nach dem Sieg gegen die Crusaders wurden zudem noch einige Spieler verabschiedet, unter anderem treten die Imports wieder die Heimreise in Richtung USA an. Zu den Abgängern zählt allerdings auch Running Back-Legende Alexander Traber, der im letzten Spiel seiner über 30-jährigen Football-Karriere nochmal einen Touchdown erzielen konnte und auch die folgende Two-Point Conversion erfolgreich in die Endzone trug. Neben Traber hat allerdings auch Patrick Dendtler sein letztes Spiel im Trikot der Saints gemacht (wir berichteten). Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest, die Planungen laufen allerdings auf Hochtouren. „Es kann auch sein, dass der nächste Saints-Quarterback aus den Vereinigten Staaten kommt“, verrät Frank Schreiner, will sich aber bei der Suche nicht in die Karten schauen lassen – zumal der General Manager nach wie vor die Hoffnung hat, dass Patrick Dendtler doch nochmal an die Johannesberger Agricolastraße zurückkehrt.
