Die Szene, die die Gastgeber um die drei Punkte brachte, ereignete sich in der 81. Minute. Einmal passten die Barockstädter im Zentrum nicht auf. In der Folge kam Lennart Grimmer auf der linken Seite zum Flanken und der eingewechselte Jacob Collmann köpfte ein. „Da kriegst du den Ausgleich in einer Phase, in der es sich nicht angebahnt hat“, blickte Cimen auf das Tor: „Ein paar Minuten waren wir geschockt.“ Danach drehte die SGB aber nochmal auf, ließ hinten kaum noch was zu und erarbeitete sich die ein oder andere Möglichkeit. Die beste davon hatte wohl Pourie mit einem Kopfball. „Schade, dass wir aus den sehr, sehr guten Möglichkeiten zu wenig gemacht haben“, lautete Cimens Fazit zum Spiel.
In der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften ihre starken Phasen. Walldorf war die erwartet spielstarke Mannschaft und die Barockstädter hatten zunächst Schwierigkeiten, richtig in die Zweikämpfe zu kommen – die Abstände waren zu groß. Cimen entschied sich schon früh für einen Wechsel. Frey, der nach zehn Minuten Gelb gesehen hatte und drumherum noch das ein oder andere Foul gepfiffen bekommen hatte, wurde nach nur 17 Minuten runtergenommen. „Noch ein kleines Foul, dann wäre er vom Platz geflogen“, sagte Cimen dazu und eine lange Unterzahl wollte er vermeiden. In einer Szene im Strafraum hatten die Fuldaer auch Glück, dass der Schiedsrichter nicht auf den Punkt, sondern auf die Eckfahne zeigte, sonst hätte das die Gästeführung werden können. Mit der Zeit fanden die Gastgeber aber immer besser in die Partie und belohnten sich schließlich in der Nachspielzeit mit der Führung. Leon Pomnitz spielte zu Dittmann, der legte zurück auf Keanu Kraft und der netzte ein. „Wir haben zu einem guten Zeitpunkt das 1:0 gemacht“, freute sich Cimen.
„In der zweiten Halbzeit machen wir defensiv bis auf eine Situation kurz nach der Pause ein gutes Spiel“, sagte der SGB-Coach. Da erwischte der Fuldaer Verteidiger bei einer Flanke den Ball nicht richtig, was die Gäste aber nicht für sich nutzen konnten. Die wohl beste Chance des Spiels hatte auf der anderen Seite aber Moritz Dittmann. Er lief allein auf Willingens Keeper zu, legte sich den Ball aber zu weit vor, sodass Mario Schragl das Leder nur noch aufnehmen brauchte. „Da müssen wir so selbstkritisch sein, dass wir in dieser Phase einfach vergessen haben, das 2:0 zu machen“, meinte Cimen. Ob Tim Korzuschek im Zusammenspiel mit Moritz Reinhard oder der eingewechselte Kevin Hillmann mit einem Freistoß direkt in die Arme von Schragl – keiner brachte den Ball im Netz unter.
Barockstadt: Duda; Besso, Pomnitz, Reinhard (59. Pourie), Korzuschek, Sarpei, Grösch, Dittmann, Frey (18. Habermehl), Schmitt (59. Hillmann), Kraft.
Walldorf: Schragl; Goß, Egel, Fahrenholz (70. Rhiele), Grimmer, Carl, Waack, Kendel (70. Collmann), Lässig, Maroudis (54. Erbe), Zor (85. Hajrizaj).
Schiedsrichter: Tobias Ewerhardy (Wahlen-Niederlosheim)
Tore: 1:0 Keanu Kraft (45.+2), 1:1 Jacob Collmann (81.)
Zuschauer: 1263
Gelb-Rote Karte: Marvin Pourie (Barockstadt, 90.+4)
