Fußball 23.09.2025

Regionalliga – Cimen: „Jeder in der Pflicht“ – Derby-Torhüter gesucht

Fulda (pf) – Ernüchternd war das Ergebnis von 1:2 am Samstag in Freiburg: Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz taumelte nach dem Spieltag am Wochenende wieder auf einen potenziellen Abstiegsplatz in der Fußball-Regionalliga Südwest. Nun muss das Team nicht nur eine Balance finden, sondern auch noch abwarten, wer beim nächsten Spiel, das bereits am Freitag steigt, im Tor stehen kann.

Bei Hans Nunoo Sarpei und der SGB läuft es im Moment nicht nach Wunsch. Foto: Christine Görlich

Stammkeeper Justin Duda handelte sich in Freiburg wegen Nachtretens eine Rote Karte ein (das Urteil über das Ausmaß der Sperre stand zu Wochenbeginn noch aus). Ersatzmann Samuel Zapico war im Breisgau erst gar nicht erst dabei: Er klagt seit vergangener Woche über Rückenbeschwerden. „Wir warten noch auf einen Befund vom Arzt“, sagt Trainer Daniyel Cimen am Montag: Zapico war beim MRT, „aber wir hoffen, dass er wieder einsteigen kann“. Falls nicht, dürfte Dimitrios Diamantidis sein Regionalliga-Debüt am Freitag gegen Steinbach Haiger feiern.

Die Enttäuschung war derweil groß am Samstag, die SGB ist seit nun drei Spielen sieglos und kassiert erneut zu einfache Gegentore, besonders der Konter in Überzahl. Dort will Cimen ansetzen: „Wir müssen das Spiel aufarbeiten, dann aber den Blick schnell wieder nach vorne richten. Natürlich müssen wir uns das ankreiden, aber beim Defensivverhalten geht es nicht nur um die Abwehrspieler. Jeder muss sich in der Pflicht fühlen. Gerade bei einem Eckball wie in Freiburg ist jeder beteiligt“. Cimen hofft, dass bereits im Training Engagement und Fortschritte erkennbar sein werden, schließlich haben Gegentreffer wie solche nun schon einige Spiele in die falsche Richtung gelenkt.

Auch die Fehlentscheidungen, wie das reguläre Tor von Moritz Dittmann in Freiburg, das wegen Abseits nicht zählte, nagen am Nervenkostüm: „Natürlich nerven solche Entscheidungen in der Summe, und das ist brutal ärgerlich, wenn wir nach acht Spielen schon von drei, vier Szenen sprechen, die den Spielen eine ganz andere Richtung hätten geben können“, so Cimen, der relativiert: „Nach den Spielen ist es schwieriger, damit umzugehen, weil die ganzen Emotionen dazugehören. Aber spätestens im nächsten Training müssen wir versuchen, uns nicht mehr damit zu beschäftigen. Wir können es nicht ändern und müssen damit leben, aber können andere Dinge beeinflussen“.

In Sachen Defensivarbeit sehe Cimen, dass seine Mannschaft über 90 Minuten eigentlich Woche für Woche „ordentlich bis gut“ gegen den Ball arbeite, doch: „In so manchen wichtigen Momenten machen wir noch die entscheidenden Fehler“. Nach vorne sei auch noch Luft nach oben, und so hat die SG Barockstadt an einigen Dingen zu arbeiten, wenn nun die Derbywochen gegen Steinbach Haiger, Offenbach und Alzenau folgen.