Handball 22.09.2025

Männer – Hersfeld ringt Dittershausen nieder – Auch Großenlüder siegt

Großenlüder/Dittershausen (jah) – Gelungenes Wochenende für die osthessischen Handballer: Sowohl der TV Hersfeld als auch die HSG Großenlüder/Hainzell konnten sich am Sonntag durchsetzen. Der TVH erlebte bei der TSG Dittershausen ein echtes Drama, das Team von Kai Hüter und Dragos Negovan behielt am Ende aber mit 29:28 (16:20) die Oberhand – dank Torhüter Niklas Kürten. Großenlüder/Hainzell setzte sich in der heimischen Lüdertalsporthalle mit 39:35 (18:16) gegen Fuldatal/Wolfsanger durch.

Sven Wiegel und der TV Hersfeld gewannen einen wahren Krimi in Dittershausen. Foto: Christine Görlich

TSG Dittershausen – TV Hersfeld 28:29 (20:16)

Den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel hatte der TVH vor allem einer Person zu verdanken: Torwart Niklas Kürten. Im ersten Durchgang lagen die Gäste zeitweise mit sechs Toren zurück, zur Pause immerhin noch mit vier Treffern. Nach der Pause wuchs Kürten allerdings über sich hinaus. Mit teilweise spektakulären Paraden entnervte der Schlussmann die Hausherren zusehends, zwischen der 40. und 56. Spielminute kassierte Hürter keinen einzigen Treffer. „Absolut überragend“, befand daher auch Coach Kai Hüter: „Wir haben nach der Pause zwar auch besser und aggressiver gedeckt, was Niklas aber gehalten hat, war unglaublich.“ Der Torhüter ermöglichte den Festspielstädtern so erst das Comeback: Das zwischenzeitliche 22:25 verwandelte der TVH in ein 28:25 – nur um die Partie am Ende fast doch noch aus der Hand zu geben. „Dittershausen hat am Ende über das komplette Feld Manndeckung gespielt, damit waren wir überfordert“, konstatierte Hüter. Das Momentum wechselte nun erneut, mit noch 1:40 Minuten zu spielen kamen die Gastgeber auf 28:29 heran und hatten mit der Schlusssirene von der Siebenmeterlinie die Chance, doch noch einen Punkt mitzunehmen. Unterschiedsspieler Moritz Gerlach trat für Dittershausen an – und Niklas Kürten hielt abermals. „Damit hat er sich heute die Krone aufgesetzt“, war Hüter voll des Lobes, der sich nicht zuletzt dank der überragenden Torhüterleistung über den zweiten Saisonsieg freuen konnte. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, so das Fazit des Coaches: „Aber wir sind sehr zufrieden mit den zwei Punkten. In Dittershausen musst du erstmal gewinnen. Sie spielen sehr körperbetont, sehr aggressiv.“

TV Hersfeld: Kehl (1), Mudrak (1), Bachus (5), Holzschuh, Dellmuth, Becker, Kürten, Wiegel (5/2), F. Reinhardt (6), Krause (2), Teichmann (3), Voß, Thole, L. Reinhardt (6)

 

HSG Großenlüder/Hainzell – Fuldatal/Wolfsanger 39:35 (18:16)

Genau wie der TV Hersfeld konnte auch Großenlüder/Hainzell den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel feiern. Die Mannschaft von Sebastian Peppler machte es nicht ganz so spannend, die Zuschauer in der Lüdertalsporthalle kamen dennoch voll auf ihre Kosten. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit gelang es den Gastgebern, sich nach der Pause entscheidend abzusetzen. Angeführt von Henrik Dimmerling (11 Tore) und Dominik Malolepszy (8) baute die HSG die Zwei-Tore-Führung zur Pause kontinuierlich aus, nach 43 Minuten stand es 28:23. Die Gäste aus Nordhessen blieben zwar stets in Schlagdistanz, kamen allerdings nur noch auf maximal drei Tore ran und konnten sich von dem Rückstand letztendlich nicht mehr erholen. „In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele technische Fehler, haben es dann aber geschafft, die Fehlerquote im zweiten Durchgang runterzuschrauben“, analysierte Sebastian Peppler, der auch dem Gegner ein Kompliment aussprach: „Fuldatal hat das wirklich gut gemacht, für mich gehören sie zu den Top Fünf in der Liga. Aber wir haben das heute gut gelöst.“

HSG Großenlüder/Hainzell: Masche, Wessling (2), Weinbörner (6), Bosold (5), Kirsch (1), J. Grosch, F. Grosch, Münker, Malolepszy (8/4), Herber, L. Dimmerling (4), Blinzler, Deppe (2), H. Dimmerling (11), Nechvatal