Bereits vor Kampfbeginn war klar: Mit der RWG reiste ein starker Gegner an. Die junge, dynamische Truppe aus Mömbris-Königshofen brachte viel Energie auf die Matte, doch die Hausherren hielten nicht nur dagegen – sie dominierten über weite Strecken.
Fulda startet furios – 16:0 zur Pause
Den Auftakt machte der junge Yunus Emre Genciz im 57-Kilogramm-Freistil. In seinem allerersten Kampf überhaupt zeigte er keine Nerven, punktete früh und sicherte mit einem Schultersieg die ersten Zähler für Fulda. Ihm folgte Andrej Savin, ebenfalls erst seit einem Jahr im Team. Mit technischer Präzision ließ der 16-Jährige seinem Gegner Raphael Hofmann keine Chance und baute die Führung mit vier weiteren Punkten aus.
Im Schwergewicht trat Kapitän Stefan Railean gegen den erfahrenen Dmitriy Brodt an. Obwohl Brodt sich tapfer wehrte, dominierte Railean klar – ein weiteres Ausrufezeichen der Frischauf-Ringer.
Ein echtes Highlight der ersten Halbzeit lieferte Adrian Asafti: Mit sehenswerten Aktionen bezwang er Zakri Visinhiriiev deutlich. Zur Pause lag Fulda somit überraschend deutlich mit 16:0 in Führung.
Mömbris meldet sich zurück – Spannung bis zum Schluss
Nach der Pause zeigten die Gäste Moral. Marvin Rossi holte kampflos vier Punkte, ehe Philipp Reising gegen den starken Edin Alibegovic einen wichtigen Sieg für die RWG verbuchte. Dennoch konnte der junge Fuldaer Alibegovic, der ebenfalls erst seit 2022 im Verein ist, über lange Zeit den Kampf bestimmen und zeigte großen Kampfgeist.
Veteranen-Trainer Omid Safawi, selbst achtfacher Deutscher Meister der Veteranen und amtierender Weltmeister, ging ebenfalls auf die Matte. Der 48-jährige Schlitzer siegte routiniert gegen den jungen Tamino Wissel – ein wichtiger Test in Vorbereitung auf seine vierte WM in drei Wochen in Budapest.
Den Schlusspunkt setzte Sadam Rahmani, der zunächst in Führung ging, sich jedoch bei einem Angriff unglücklich mit dem Schuh verhakte und getuscht wurde. Trotz der Niederlage zeigte er spektakuläre Techniken und viel Potenzial für die kommenden Kämpfe.
Jugend sorgt für zusätzliche Freude
Bereits im Vorkampf gab es Grund zur Freude: Die Jugend der WKG Herkules (SG Frischauf Fulda und TSG Hofgeismar) siegte ebenfalls gegen die Nachwuchs-Ringer der RWG und bestätigte die gute Form der gesamten Kampfgemeinschaft.
Ausblick: Nächstes Heimduell gegen Oberliga-Absteiger
Trainer Omid Safawi zeigte sich nach dem erfolgreichen Auftakt zufrieden: „Die Jungs haben sich mit viel Herzblut präsentiert. Das war ein starkes Zeichen zum Start.“ Schon am kommenden Samstag steht das nächste Heimduell an: Dann empfängt die SG Frischauf Fulda den Oberliga-Absteiger SV Fahrenbach aus dem Odenwald – ein echter Prüfstein.
Alle Fans sind herzlich eingeladen: Am kommenden Samstag geht es um 20 Uhr in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule in Fulda los, Einlass ist um 19 Uhr.
