Lokales FD 24.09.2025

Land unterstützt im Sportbad Ziehers – Mehr Familienfreundlichkeit

Wiesbaden/Fulda (sim/pm) – Gute Nachrichten für die Stadt Fulda und die RhönEnergie Gruppe: Das Land Hessen gewährt für Investitionen im Sportbad Ziehers und im Freibad Rosenau Fördermittel in Höhe von insgesamt 224.000 Euro. Die hessische Familien- und Sportministerin Diana Stolz überreichte die Förderbescheide an Stadtbaurat Daniel Schreiner sowie RhönEnergie-Geschäftsführer Dr. Arnt Meyer.

Die Hessische Sport- und Familienministerin Diana Stolz hat in Fulda Förderbescheide über 78.300 und 145.700 Euro überreicht. Foto: HMFG

Foto: Silas Messing

„Ich freue mich, dass wir mit den Mitteln von Seiten der Hessischen Landesregierung Sanierungsmaßnahmen im Sportbad Ziehers und mehr Familienfreundlichkeit durch bspw. neue Familienumkleiden und Wickeltische im Freibad Rosenau unterstützen können. Schwimmbäder sind Orte des Lernens, der Bewegung und vor allen Dingen auch Treffpunkte“, betonte Sportministerin Diana Stolz bei der Übergabe.

Sanierungen und Modernisierungen: Konkrete Maßnahmen in beiden Bädern

Im Freibad Rosenau werden die Umkleide- und Funktionsbereiche umfassend erneuert. Dazu zählen Fußböden, Wände, Decken, Fenster und Türen. Zudem wird die Wasseraufbereitungs- und Steuerungstechnik modernisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich hier auf 578.000 Euro, von denen das Land 145.700 Euro fördert. Das Sportbad Ziehers erhält einen Landeszuschuss von 78.300 Euro. Damit werden dort die Lüftungsanlagen erneuert und die Betontragkonstruktion der Schwimmbecken saniert – beides notwendige Maßnahmen, um den Betrieb langfristig zu sichern. Insgesamt belaufen sich die Investitionen in Fulda auf rund 1,5 Millionen Euro – die Fördermittel decken also nur einen Teil der Kosten. Diese Differenz erklärt sich durch gestiegene Baukosten sowie durch die Begrenztheit der Förderregularien.

Schwimmbäder sind kein Luxus – sondern Daseinsvorsorge

„Die Schwimmbäder, die wir kommunal erhalten, sind ja nicht nur irgendein Luxussegment, sie sind elementarer Bestandteil der kommunalen Infrastruktur – so sehen wir das“, erklärte Stadtbaurat Daniel Schreiner. Er betonte zudem die soziale Funktion der Bäder: „Schwimmbäder sind auch Orte der Begegnung. Hier finden alle Kulturen, alle Altersgruppen, alle sozialen Hintergründe statt.“ Auch Ministerin Stolz stellte heraus: „Schwimmen ist, wenn man es kann, eine der gesündesten Sportarten überhaupt.“ Sie würdigte Schwimmbäder als generationenübergreifende Orte der Begegnung, Integration und Gesundheitsförderung.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Hering, der der Veranstaltung ebenfalls beiwohnte, sagte: „Wer gut schwimmen kann, der erhält sich im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser.“ Und weiter: „Ich habe auch erkannt: Der Sport ist nicht nur für den Körper gut, sondern für den ganzen sozialen Zusammenhalt.“

RhönEnergie: Verantwortung über Fulda hinaus

Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Gruppe, machte deutlich, wie wichtig die Unterstützung durch das Land für den Erhalt der Bäder ist: „Die Unterhaltung von Frei- und Hallenbädern ist eine kostspielige Sache – auch in Fulda. Deshalb freut es uns, dass uns das Land Hessen dabei unterstützt.“ Die RhönEnergie betreibt nicht nur das Freibad Rosenau und das Sportbad Ziehers, sondern führt im Auftrag weiterer Kommunen auch Bäder in Petersberg, Ehrenberg-Wüstensachsen, Flieden sowie Schlüchtern. „Ein Freibad oder ein Hallenbad zu führen, ist nicht nur teuer. Man braucht auch gut ausgebildetes Personal – dabei helfen wir anderen Kommunen aktiv“, so Meyer.

Mehr als ein Ort zum Schwimmen: Bildung, Gesundheit und Integration

Ein zentrales Anliegen bleibt die Förderung des Schwimmenlernens. Nach der Corona-Pandemie wurde ein Programm initiiert, das inzwischen über 1000 Kinder und Jugendliche erreicht hat. Die RhönEnergie bietet derzeit 14 eigene Schwimmkurse pro Jahr mit mehr als 100 Teilnehmern an, zusätzlich zu Angeboten von Schwimmschulen und der DLRG, die in 2024 33 Kurse durchführen werden. „In unseren Bädern haben im vergangenen Jahr mehrere Schwimmschulen und die DLRG insgesamt 25 Kurse angeboten – dieses Jahr sind es sogar mehr. Wir haben uns vorgenommen, 1000 Kindern das Schwimmen beizubringen – das haben wir längst übertroffen“, sagte Dr. Meyer. Jährlich veranstaltet die RhönEnergie gemeinsam mit der DLRG außerdem einen Schwimmabzeichentag, an dem jeder kostenlos ein Abzeichen erwerben kann. Zudem sind in den Bädern mehr als 20 Wassersportvereine aktiv, die das vielfältige Angebot an Trainings- und Kurszeiten für alle Altersgruppen nutzen.

Bäder als Orte der Identität und des Zusammenhalts

Dr. Meyer betonte abschließend: „In diesen Tagen ist viel vom Zusammenhalt und dem Miteinander in unserer Gesellschaft die Rede. Für einen solchen Zusammenhalt sorgen Hallen- und Freibäder. Hier kommen Menschen aller sozialen Schichten und unterschiedlicher Herkunft zusammen. Bäder fördern das Gemeinschaftsgefühl und schaffen bleibende Erinnerungen. Sie gehören zur Identität der Stadt Fulda.“ Mit dem Landesprogramm SWIMplus, einer Weiterentwicklung des bisherigen SWIM-Programms, setzt das Land Hessen auf den Ausbau des Schwimmenlernens, Sportangebote für alle Generationen sowie attraktive Freizeitgestaltung. Die Förderung in Fulda ist Teil des Sofort-Programms „11+1 für Hessen“. Die Stadt Fulda dankte dem Land Hessen, der Sportministerin, dem Hessischen Landtag sowie allen beteiligten Partner. Die Hoffnung bleibt, dass die Förderung auch in Zukunft fortgeführt und ausgebaut wird – denn Schwimmbäder sind nicht nur lebensrettende Einrichtungen, sondern auch soziale, integrative und identitätsstiftende Orte.

Förderbescheidübergabe im Sportbad Ziehers. Fotos: Silas Messing