Emil Braun setzte sich in der Altersklasse zehn bis elf Jahre in der Gewichtsklasse über 40 Kilogramm durch und belegte den ersten Platz. Auch Sergej Weit konnte in seiner Klasse (elf bis zwölf Jahre, bis 35 Kilogramm) alle Kämpfe für sich entscheiden und gewann Gold. Leon Franco Vaquero holte in der Altersklasse 18 bis 21 Jahre bis 75 Kilogramm Silber, während Nicolas Quast (zwölf bis 13 Jahre, über 40 Kilogramm) mit dem dritten Platz ebenfalls aufs Podest stieg. Jaroslav Lomakin schied zwar vorzeitig aus, war aber den ganzen Tag über als motivierender Teamkollege mit dabei – und das war ganz im Geiste dieses besonderen Turniers.
„So ein Wochenende ist sehr anstrengend – es sind vor allem die vielen Emotionen, die einen fordern“, sagte Trainer Sergej Braun im Rückblick: „Dass die Jungs so gut abgeschnitten haben, zeigt, wie fleißig sie sind. Sie trainieren fünf- bis sechsmal die Woche – das zahlt sich einfach aus.“ Das Turnier in Berlin ist ein Höhepunkt im Kyokushin-Kalender: Einmal im Jahr schließen sich dort alle großen Karate-Organisationen zusammen und veranstalten ein gemeinsames Wettkampfformat. Um teilnehmen zu können, mussten sich die Athleten zuvor über ihre jeweiligen Verbände qualifizieren.
Viel Zeit, die Hauptstadt zu erkunden, blieb dem Team nicht. Von Freitag bis Samstag war die Gruppe unterwegs – der gesamte Samstag wurde in der Sporthalle verbracht, im Anschluss ging es direkt zurück. Immerhin blieb abends noch Zeit für ein gemeinsames Essen, das die sportliche Leistung und den Teamgeist abrundete. Ein besonderes Highlight war auch die Premiere von Anna Freind als Kampfrichterin – zum ersten Mal stellte der Verein damit eine eigene Ringrichterin, ein wichtiger Entwicklungsschritt für das Team über die sportlichen Leistungen hinaus. Mit vier Medaillen, starkem Zusammenhalt und vielen wertvollen Erfahrungen kehrte das Team am Samstagabend nach Hause zurück – ein rundum gelungener Auftritt, der die Früchte intensiver Trainingsarbeit und echter Leidenschaft für den Sport zeigt.
