Doch was bedeutet Schülervertretung eigentlich? Die SV ist das demokratisch gewählte Organ der Schülerschaft, das die Aufgabe hat, die Interessen und Anliegen der jungen Menschen in Schulen, gegenüber Lehrkräften, der Politik und der Gesellschaft sichtbar zu machen. Sie gibt Schülerinnen und Schülern eine Stimme und sorgt dafür, dass Mitbestimmung nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern gelebte Realität wird.
Gerade in einer Zeit, in der viel von gesellschaftlichem Engagement und politischem Bewusstsein gefordert wird, ist die Schülervertretung ein entscheidender Ort, an dem junge Menschen Verantwortung lernen und aktiv gestalten können. „Wir wollen zeigen, dass Schülerinnen und Schüler mehr sind als nur Lernende wir sind Teil dieser Gesellschaft und bereit, unseren Beitrag zu leisten“, betont Marvin Kruczek.
Die neue Spitze der Schülervertretung hat sich ein klares Ziel gesetzt: die Zusammenarbeit mit Kommunen, Verwaltung und Schulträgern intensivieren. Denn nur im Miteinander können Probleme gelöst und Projekte vorangebracht werden. „Wir möchten partnerschaftlich arbeiten, Lösungen entwickeln und uns mit unseren Ideen einbringen. Wenn wir Schülerinnen und Schüler von Anfang an einbeziehen, kann vieles besser funktionieren – ob es um Digitalisierung, schulische Ausstattung oder Projekte im Stadtteil geht“, erklärt Ulas Topal.
Dabei ist es den beiden Sprechern wichtig, dass Engagement nicht nur darin besteht, Forderungen zu stellen. Junge Menschen können selbst Verantwortung übernehmen, aktiv Aufgaben sehen und mithelfen, die Stadt Fulda und den Landkreis mitzugestalten. Genau darin liege ein besonderer Wert: Schülerinnen und Schüler lernen früh, dass Demokratie auf Mitwirkung basiert, und erfahren, dass ihre Stimme zählt. Diese Arbeit lebe von Begeisterung und Überzeugung. Wer erlebt, dass Ideen ernst genommen werden und Veränderungen möglich sind, entwickele Motivation und Mut. „Wir möchten nicht nur gehört werden, wir möchten, dass aus unserem Engagement etwas entsteht etwas, das auch andere inspiriert, sich einzubringen“, sagt Topal. So soll die Schülervertretung zu einem Ort werden, an dem junge Menschen nicht nur vertreten, sondern auch befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten.
Die Schülervertretung im Landkreis und in der Stadt Fulda habe in den vergangenen Jahren gezeigt, dass dies möglich sei. Mit Workshops, Projekten und Initiativen, die von Demokratiebildung bis zu gesellschaftlichen Themen reichen, konnte sie immer wieder Akzente setzen. Daran möchten Kruczek und Topal anknüpfen mit klaren Zielen, Mut zur Verantwortung und dem festen Willen, die Perspektive der jungen Generation einzubringen. „Wir möchten allen ehemaligen Schülervertreterinnen und Schülervertretern herzlich danken. Sie haben mit großem Einsatz Verantwortung übernommen und die Interessen der Schülerschaft engagiert vertreten. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient höchste Anerkennung. Unser Dank gilt ebenso all jenen, die sich auch in Zukunft für die Schülerinnen und Schüler starkmachen“, so Marvin Kruczek und Ulas Topal. Am Ende stehe die Erkenntnis: Schülervertretung ist mehr als ein Amt sie ist ein Beitrag zu einer lebendigen Demokratie und die beiden Fuldaer Sprecher wollen diesen Beitrag mit ganzer Kraft leisten.
