Fußball 11.09.2025

Kreispokal Fulda – Rückers kegelt Künzell raus – SGJ mit Mühe

Osthessen (pf) – Überraschung im Fußball-Kreispokal Fulda: Die SG Rückers hat das Achtelfinale gegen einen angeschlagenen und müden TSV Künzell mit 4:2 (0:0) gewonnen und durfte Selbstvertrauen für die Liga tanken, wo es bisher nicht gut lief. Im späten Mittwochabendspiel setzte sich die taumelnde SG Johannesberg mit 2:1 (0:1) beim SV Mittelkalbach durch, hatte dabei aber auch viel Arbeit.

Nikola Naumoski (rotes Trikot) musste beim TSV Künzell vom Platz. Archivfoto: Manfred Völler

Jan Henrik Wolf erzielte per Freistoß den Ausgleich für die – am Ende erfolgreiche – SG Johannesberg. Foto: Manfred Völler

Rückers – Künzell 4:2 (0:0)

Wer die erste Stunde des Achtelfinals in Rückers mitverfolgt hat, konnte nicht unbedingt ahnen, wie viel Fahrt das Spiel hintenraus noch aufnehmen würde: Sechs Tore fielen binnen 20 Minuten, und die SG Rückers ging als Sieger gegen den klassenhöheren TSV Künzell hervor. In der Crunch Time kassierte Künzells Naumoski, der den Gruppenligisten zuvor noch in Führung gebracht hatte, eine Gelb-Rote Karte. Die Überzahl nutzte die SGR wenig später aus und sorgte mit zwei Toren für die Entscheidung.

„Insgesamt war es denke ich schon verdient, weil wir in der ersten Halbzeit schon ein, zwei gute Abschlussmöglichkeiten hatten“, sagte Rückers-Trainer Dominik Oelschläger. Von Künzell war in der ersten Hälfte nach vorne hin wenig zu sehen, Coach Jochen Maikranz hatte etwas durchgewechselt, brachte dann aber nach der Pause Louis Winkow, der mehr Wirbel machte. Die Führung gelang durch ein Rückerser Eigentor, doch die SGR ließ nicht locker: „Wir haben nicht aufgegeben und zwei Rückstände egalisiert“, war Oelschläger zufrieden: „Am Ende hat natürlich die Überzahl mit reingespielt, es haben sich Räume aufgetan und die haben wir mit Steckpässen gut genutzt“. Im Viertelfinale bekommt es Rückers nun mit Großenlüder oder Gemeinde-Nachbar SV Flieden zu tun.

Tore: 0:1 Aaron Bös (63., Eigentor), 1:1 Marius Bessler (68., Foulelfmeter), 1:2 Nikola Naumoski (71.), 2:2 Marius Bessler (75.), 3:2 Jonas Bös (81.), 4:2 Simon Kress (83.)

Zuschauer: 120

Gelb-Rote Karte: Nikola Naumoski (Künzell, 77.)

 

Mittelkalbach – Johannesberg 1:2 (1:0)

Nach der 0:8-Klatsche in der Verbandsliga in Willingen galt es, die Köpfe freizukriegen. Meik Volls Co-Trainer Hugo Lingelbach coachte die SGJ im Kreispokal, und sein Team meisterte die Hürde Mittelkalbach schließlich – trotz Pausenrückstand. „So ein schlechtes Fußballspiel habe ich lange nicht gesehen“, sagte Lingelbach nach der Partie und sprach auch schlechte Platzverhältnisse an.

Zwar waren die Gäste das tonangebende Team, scheiterten aber in Hälfte eins noch vor dem Tor. Einmal traf Johannesberg den Pfosten, Maurice Koch machte es besser und schoss den SVM nach einem Abspielfehler der SGJ in Führung. In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt dann: Jan Henrik Wolf mit einem Freistoßtor machte das Spiel wieder scharf, dann drückte Johannesberg auf die Entscheidung. „Der Gegner hat nur mit langen Bällen operiert, auf gut Glück. Wir haben dann mehr das Mittelfeld in den Griff gekriegt“, so Lingelbach. Das Credo war: „Irgendwann fällt das Tor“ – und es fiel: Der Kreisoberligist machte schließlich einen Fehler zu viel, Sardi Bardhushi war der Nutznießer. Für die SGJ geht es nun im Viertelfinale beim SV Neuhof weiter – der Fokus liegt aber erst einmal auf der Verbandsliga, wo der Start komplett misslungen ist. „Gut, dass wir keine Verletzten mitgenommen haben“, atmete der Coach nach der Pflichtaufgabe auf.

Tore: 1:0 Maurice Koch (32.), 1:1 Jan Henrik Wolf (55.), 1:2 Sardi Bardhushi (76.)

Zuschauer: 50