Derby in Fulda und in Petersberg
In der Kreisoberliga Mitte steht das Fuldaer Stadtderby im Fokus: Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der FV Horas den ungeschlagenen Tabellenführer Borussia Fulda. Die Favoritenrolle liegt klar bei der Borussia, die mit sechs Siegen aus sechs Spielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 13:1 die Liga anführt. Der Horaser Trainer Michael Finke zeigt sich vor dem Duell kämpferisch: „Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Das wird ein sehr fußballerisch geprägtes Spiel, aber auch die Härte eines Derbys wird zu spüren sein. Wir haben gezeigt, dass wir dominieren können und wollen Fulda ärgern – hoffentlich vor einer guten Kulisse.“ Er sieht sein Team auf einem guten Weg, auch wenn Horas gegen einen geduldigen Gegner wie Borussia 90 Minuten voll da sein müsse: „Wenn wir gut performen, kann das ein Spiel auf Augenhöhe werden.“
Ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr steigt das Nachbarschaftsduell zwischen dem RSV Petersberg und FT Fulda – ein echtes Derby. Zwischen beiden Sportplätzen liegen nur rund 900 Meter. Die Ausgangslage ist ausgeglichen: FT Fulda steht mit drei Siegen und vier Niederlagen auf Platz acht, Petersberg folgt mit zwei Siegen, einem Remis und vier Niederlagen direkt dahinter. RSV-Coach Stanislav Szilagyi sieht Luft nach oben: „Der Start ist nicht optimal verlaufen, wir haben uns mehr erhofft. Gegen FT wollen wir jetzt aber unbedingt gewinnen – letztes Jahr haben wir beide Spiele verloren, das wollen wir korrigieren.“ Hoffnung macht die Rückkehr von Radek Görner: „Mit ihm fühlt sich das Spiel sofort anders an.“
Einen echten Umbruch gibt es derweil beim Haimbacher SV: Nach der Trennung von Trainer Adrian Giemza übernimmt Roberto Posa das Amt an der Seitenlinie. Posa steht direkt vor einer doppelten Aufgabe – am Freitagabend um 18.15 Uhr geht es zuhause gegen die SG Hilders/Simmershausen, am Sonntag um 15 Uhr folgt das Duell mit der SG Ehrenberg. Der neue Mann an der Linie will frischen Wind bringen – und erste Punkte in seinem Heim-Doppelpack sammeln.
Derby-Feuer in Wölf und ein unberechenbarer Freitagabend
Auch im Norden ist Derbyzeit angesagt – zunächst empfängt der Hünfelder SV II am Freitag um 19 Uhr den SV Wölf, ehe sich die Wölfer dann am Sonntag um 16 Uhr der SG Dittlofrod/Körnbach zum prestigeträchtigen Derby stellen. Die Ausgangslage ist vielversprechend: Dittlofrod/Körnbach steht mit fünf Siegen aus sieben Spielen auf Rang zwei und hat am Freitag spielfrei – Wölf ist Fünfter und kann mit einem Derby-Sieg den Kontakt zur Spitzengruppe herstellen. Wölfs Trainer Marko Madzar brennt auf das Duell: „Gegen Dittlofrod sind die Jungs heiß. In meiner Amtszeit haben wir das Derby noch nicht gewinnen können – das soll sich jetzt ändern.“ Auch personell sieht es gut aus: Madzar kehrt nach einer Rotsperre zurück, der Kader ist breit aufgestellt. Sorgen bereitet allerdings der Freitag: „Gegen Hünfeld weiß man nie, was kommt – Kunstrasen, unberechenbare Besetzung. Aber am Sonntag wollen wir die drei Punkte zu Hause behalten.“
Ein ebenfalls besonderes Duell findet am Sonntag um 15 Uhr in Hünfeld-Rückers statt: Die SG Praforst empfängt Blau-Weiß Großentaft zum Aufsteigerduell – beide Teams duellierten sich in der vergangenen Saison noch in der A-Liga, Praforst wurde bekanntermaßen Meister, Großentaft schaffte den Aufstieg über die Relegation. In dieser Saison sind die Vorzeichen jedoch andere: Großentaft hat sich mit einer starken Offensive und fünf Siegen aus sieben Spielen an die Spitze gesetzt, Praforst rangiert derzeit auf Platz elf.
Gemeindederby und ein Krisenduell am Sonntagabend
In der Kreisoberliga Süd steht das Gemeindederby zwischen dem TSV Rothemann und der TSG Lütter im Mittelpunkt – Anstoß ist am Samstag um 16 Uhr. Während Lütter die Tabelle anführt, spielt auch Rothemann eine solide Runde. Für Trainer Dirk Odenwald ist Lütter klarer Favorit: „Auf die Langstrecke gesehen haben sie die besten Voraussetzungen. Wir nehmen die Außenseiterrolle an, müssen aber die Grundtugenden wie Laufen und Kämpfen jede Woche abrufen.“ Sorgen bereitet der eigene Kader: „Wir robben auf dem Zahnfleisch.“
Am Sonntag um 17 Uhr treffen zudem zwei Mannschaften aufeinander, die sich deutlich mehr vom bisherigen Saisonverlauf erhofft hatten: Die SG Rückers, aktuell Tabellenzwölfter, empfängt die SG Kerzell. Die Helvetia rangiert einen Platz dahinter – ein Duell, das für beide Teams richtungsweisend ist und mitentscheidend sein könnte, ob der Anschluss ans Mittelfeld wiedergefunden werden kann oder ob das Abrutschen in den Tabellenkeller droht.
Ob emotionales Stadtduell in Fulda, Derby-Wunschtraum in Wölf oder Außenseiterhoffnung in Rothemann – das Kreisoberliga-Wochenende bietet alles, was das Fußballherz begehrt. Während Borussia Fulda ihre makellose Serie ausbauen will, suchen andere noch nach Konstanz, Wiedergutmachung oder einem echten Neustart. Es ist angerichtet – für Tore, Emotionen und enge Spiele quer durch Osthessen.
Kreisoberliga Mitte
Freitag
18 Uhr
Edelzell/Engelhelms – Germania Fulda (in Edelzell)
18.30 Uhr
Haimbacher SV – Hilder/Simmershausen
Samstag
16 Uhr
Pilgerzell – Schlitzerland
Sonntag
15 Uhr
Horas – Borussia Fulda
Germania Fulda – Marbach/Dietershan
Haimbacher SV – Ehrenberg
Petersberg – FT Fulda
Hilders/Simmershausen – Dipperz/Dirlos (in Hilders)
Reulbach/Brand – Bachrain (in Reulbach)
Edelzell/Engelhelms – Müs (in Engelhelms)
Kreisoberliga Süd
Donnerstag
18 Uhr
Schmalnau/Hettenhausen – Flieden II (in Schmalnau)
Samstag
16 Uhr
Rothemann – Lütter
16.30 Uhr
Bellings/Hohenzell – Löschenrod (in Bellings)
Sonntag
15 Uhr
Weyhers – Flieden II
Grimmstadt – Gundhelm/Hutten (in Kressenbach)
Huttengrund – Welkers (in Eckardroth)
Mittelkalbach – Lauter
Hosenfeld – Schmalnau/Hettenhausen
17 Uhr
Rückers – Kerzell
Kreisoberliga Nord
Freitag
19 Uhr
Hünfelder SV II – Wölf
Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Philippsthal (in Rothenkirchen)
Haunetal – Bebra (in Wehrda)
Eiterfeld/Leimbach II – Gudegrund (in Leimbach)
Weiterode – SV Steinbach II
Großentaft – Friedewald/Ausbach
Hohe Luft – Jossatal
Rotenburg/Lispenhausen – Praforst (in Lispenhausen)
Sonntag
15 Uhr
Philippsthal – Jossatal
Gudegrund – Friedewald/Ausbach (in Niedergude)
SV Steinbach II – Hohe Luft
Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Haunetal (in Rothenkirchen)
Eiterfeld/Leimbach II – Hünfelder SV II (in Leimbach)
Praforst – Großentaft (in Rückers)
16 Uhr
Wölf – Dittlofrod/Körnbach
