Für die Borussen geht es bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche auf den Platz um alles. Erst vergangenen Mittwoch traf der SCB im Stadt-Derby auf Germania Fulda und ließ erstmals in der Saison punkte liegen (0:0). Am Sonntag betrieb die Elf von Trainer Marko Karamatic in Brand mit einem 6:2-Auswärtssieg dann Wiedergutmachung. Das nächste Abendspiel ist nun eine Herausforderung, die es für den Tabellenführer zu bewältigen gilt. „Es ist alles sehr intensiv. Wir müssen schauen, dass die Jungs gut regenerieren“, sagt Karamatic. Am Dienstag ruft er sein Team nochmal zum Anschwitzen auf den Kunstrasen, ohne große Anstrengung. „Die Jungs sollen das Gefühl für den Platz bekommen“, erklärt er. Mit Hilders/Simmershausen wartet wohl das aktuelle Team der Stunde auf die Borussen. Viermal in Folge konnte die Mannschaft von Trainer Franz Faulstich gewinnen, zuletzt mit 4:1 gegen den letztjährigen Tabellendritten SV Müs. „Das wird ein Härtetest für uns. Wir wissen um die Wichtigkeit des Spiels“, so Karamatic. Mit einem Sieg könnte die SGHS den Rückstand nach ganz oben verringern. „Wir werden alles daransetzten die Punkte bei uns zu lassen“, beschwört der Borussen-Coach sein Team. Die Gäste seien gespickt mit Spielern mit höherklassiger Erfahrung. Daher erwartet Karamatic einen fußballerischen Leckerbissen. „Wir wollen unsere Fähigkeiten auf den Platz bringen“. Personell müsse er auf Edin Hazbic und Ahmed Abdi Shakur urlaubsbedingt verzichten. Angeschlagen aus dem Sonntagsspiel könnte Deris Segura ebenfalls für Mittwochabend ausfallen.
Sein Gegenüber sieht es ähnlich. „Wenn wir das Spiel gewinnen wollen, müssen wir hinten sicher stehen“, sagt Gäste-Trainer Franz Faulstich. Mit derzeit 25 Treffern stellt Hilders/Simmershausen die zweitbeste Offensive der Liga. Nur Petersberg traf einmal mehr den Kasten, hat allerdings auch ein Spiel mehr absolviert. Die Trumpf-Karte der Hausherren ist aber die Defensive. Lediglich fünmal in zehn Partien mussten Borussias Torhüter hinter sich greifen. Damit kassierte der SCB die wenigsten Gegentreffer in allen drei Kreisoberligen. „Es werden Kleinigkeiten entscheiden“, so Faulstich mit Blick auf das Borussen-Bollwerk.
Mit vier Siegen in Folge reisen die Rhöner aber mit breiter Brust in die Johannisau. „Wir haben nichts zu verlieren. Borussia geht als Favorit ins Spiel“, nimmt der Coach seinen Spielern den Druck. „Unser Ziel ist es, dass wir das Beste rausholen“. Faulstich hoffe auf einige Zuschauer am Mittwochabend. „Flutlicht ist immer eine andere Atmosphäre“, sagt er. Personell müsse er aufgrund von Knieproblemen weiterhin auf Patrick Fischer verzichten. Ob Tim Reinhart und Adrian Krenzer bis zum Mittwochabend einsatzbereit sind, steht derzeit noch aus. Beide zogen sich gegen Müs am Wochenende eine Verletzung zu. „Mit der Kaderbreite können wir die Ausfälle aber auffangen“, so Faulstich.
