Unter Applaus der Zuschauer liefen die Mannschaften ein und der Ball wurde eingeflogen: Fallschirmspringer Hans-Dieter „Pfiff“ Pfeifer, Weltmeister im Formationsspringen und Weltrekordhalter aus Meerholz, lieferte ihn ab. Dass beide Seiten Lust auf das Spiel hatten, war auf dem Platz zu sehen. „Wir haben ein ganz tolles Zusammensein, sind eine super Truppe“, sagte Torwart Hansi Steinle, der an diesem Abend sein 250. Spiel für die Traditionself der Eintracht machte: „Das ist eine tolle Erfindung, wir freuen uns auf jeden Freitag.“ Natürlich seien die Spiele auch fordernd: „Man muss dem Alter schon Tribut zollen.“ Steinle war nicht der einzige, für den es in Gundhelm was zu feiern gab, sein Teamkollege Claus-Peter Zick wurde an diesem Tag 67 Jahre alt.
Bei den Gastgebern war die Freude groß, zum 70-jährigen Vereinsjubiläum ein solches Fußballfest ausrichten zu können und dem Ort so etwas bieten zu können. „Es ist ein tolles Gefühl, dass man so etwas mit dem Verein auf die Beine gestellt hat“, sagte Christopher Klüh aus dem Gundhelmer Vorstandsteam: „Auch wenn ich zu den jungen Leuten gehöre und Charly nicht live im TV sehen konnte, es bewegt einen, sie alle hier zu sehen.“ Rund 1200 Zuschauer hatten sich auf den Weg zum Sportplatz gemacht und auch einige Banner und Fahnen mitgebracht. Was der Verein mit den Einnahmen aus dem Abend machen möchte steht schon fest: Ein Zaun muss instandgesetzt werden und die Heimkabine soll auf Vordermann gebracht werden.
Leiter der Eintracht-Traditionself ist Karl-Heinz „Charly“ Körbel. „Die Idee ist während Corona entstanden, weil wir das Gefühl hatten, etwas für die Vereine machen zu wollen“, berichtete er. Aus einem Pool von insgesamt 85 ehemaligen Eintracht-Spielern wird für die Spiele bei den Vereinen im ganzen Bundesland die Mannschaft zusammengestellt. In Gundhelm traf die Eintracht-Auswahl auf eine Elf, die aus regionalen Spielern früherer und heutiger Tage zusammengestellt war. Darunter einige Gundhelmer wie Michael Baus und der aktuelle FSV-Trainer Riza Albayrak, aber auch Mike Gaul und Jochen Maikranz, die früher gemeinsam in Bad Soden spielten, der ehemalige Fliedener Goalgetter Heiko Bott und der Ex-Petersberger Lothar Sorg. Auch vor dem Spiel wurde in Gundhelm bereits etwas geboten. Rund 30 Kinder durften am Nachmittag an einem Training der Eintracht-Fußballschule teilnehmen und drumherum gab es ein Rahmenprogramm.
Eintracht-Traditionself: Jürgen Hoffelner, Hansi Steinle, Sascha Amstätter, Uwe Bindewald, Rudi Bommer, Baldo Di Gregorio, Matthias Dworschak, Michael Guht, Matthias Hagner, Steffen Herzberger, Slobodan Komljenovic, Karl-Heinz Körbel, Thomas Lasser, Uwe Müller, Norbert Nachtweih, Tuncay Nadaroglu, Ervin Skela, Thomas Zampach, Claus-Peter Zick.
Gundhelmer Auswahl: Riza Albayrak, Peter Fieres, Wolfang Strauch, Wolfgang Baus, Jochen Maikranz, Mike Gaul, Sascha Ommert, Wolfgang Müller, Danile Stolberg, Joern Müller, Jimmy Klüh, Michael Baus, Jens Scheel, Jens Link, Stephan Klüh, Lothar Sorg, Günter Zinkand, Stefan Föller, Heiko Bott, Stefan Fuchs, Timo Sostmeier, Gino Hilfenhaus, Markus Schneider.
Tore: 1:0 Matthias Hagner (34.), 2:0 Matthias Hagner (37.), 3:0 Matthais Dworschak (80.)
Zuschauer: 1200.
