In den sozialen Medien war in den vergangenen Tagen darüber spekuliert worden, dass der Weiher „umgekippt“ ist. Darunter wird der Zustand beschrieben, wenn durch einen plötzlichen Abfall der Sauerstoffkonzentration im Wasser nicht mehr genug Sauerstoff für Organismen zum Überleben übrigbleibt und so massenhaft Tiere verenden. Zur aktuellen Situation am Aueweiher gibt der Pressesprecher der Stadt, Johannes Heller, eine allgemeine Entwarnung: „Die Sauerstoffwerte im Gewässer sind weiterhin okay.“
Der Pressesprecher erläutert zu den Hintergründen: „Die aktuelle Geruchsbelästigung beruht insbesondere auf der Blüte der Blaualgen, die in dieser Jahreszeit typischerweise auftritt. Mit sinkenden Temperaturen und geringerer Sonneneinstrahlung wird diese Blüte deutlich zurückgehen.“ Er gibt an, dass die Algenblüte am Aueweiher möglicherweise zusätzlich dadurch begünstigt wurde, weil es einen vorübergehenden Ausfall der Phosphatfilteranlage im Zuge eines Stromausfalls vor rund zwei Wochen gegeben habe. Inzwischen laufe die Anlage aber wieder. Heller erklärt weiter: „Ein Zulauf aus der Fulda in den Weiher, wie bisweilen als Lösungsvorschlag zu hören ist, ist bereits mehrfach geprüft worden.“ Allerdings hätten die Messungen hierfür ergeben, dass der Phosphatgehalt im Flusswasser wohl aufgrund der Landwirtschaft im Oberlauf des Flusses noch höher sei als im Weiher: „Und daher keine dauerhafte Abhilfe des Problems der Überdüngung schaffen würde.“
Der Pressesprecher hebt in diesem Zusammenhang hervor: „Durch die Zusammenlegung der beiden Weiher und die Investitionen in die Filteranlage hat sich die Wasserqualität im Aueweiher deutlich stabilisiert.“ Insbesondere die Sauerstoffwerte seien aktuell nicht abgesackt, wie es noch vor wenigen Jahren sehr viel häufiger der Fall war: „Der Einsatz von Geräten aus der Wasseroberfläche, die Sauerstoff ins Gewässer einblasen, ist nicht nötig.“ Dies habe der Angelsportverein als Pächter des Gewässers der Stadt ebenfalls bestätigt. Der Verein habe zudem mitgeteilt, dass es kein Tiersterben gebe: „Einzelne tote Fische entstünden durch natürliches Ableben, die tote Tiere werden durch Strömung und Wind allerdings an bestimmten Stellen zusammengetrieben.“
