Der kräftige Regenschauer kam deutlich vor dem Start der Radtour runter, könnte aber den ein oder anderen abgeschreckt haben, sich aufs Rad zu setzen, vermuteten die Organisatoren. Trotzdem versammelten sich über 50 Teilnehmer am Parkplatz Weimarer Straße, um gemeinsam rund acht Kilometer zu fahren. Gestartet wurde Richtung Dom, dann ging es weiter am Stadtschloss vorbei, durch die Lindenstraße und Bahnhofstraße zur Kurfürstenstraße, wo am Spielplatz im Schlossgarten eine Pause geplant wurde. Im Anschluss führte der Weg weiter über die Leipziger Straße und durch den Weimarer Tunnel Richtung Horas und von dort weiter über den Radweg durch die Fulda-Auen. „Wir versuchen das halbjährlich durchzuführen – einmal im Frühjahr und einmal im Herbst“, sagte Josef Liebhart vom VCD, der die Veranstaltung gemeinsam mit Dr. Harald Häußer-Mischlich vom ADFC organisierte. „Ein Grund ist ein Zeichen zu setzen, an unsere Mitbürger/-innen und die Politik, dass Fahrradfahren für Kinder wichtig ist.“ Dafür sei die Sicherheit wichtig und in Fulda könne da noch mehr getan werden. „Die Fahrradwege werden oft auf der Straße geführt und enden dort, wo es besonders gefährlich wird: Vor Kreuzungen“, schilderte Liebhart. Der andere und mindestens genauso wichtige Grund für die Kidical Mass sei der Spaßfaktor, „dass die Kinder einfach mal zusammen mit anderen durch die Stadt fahren können.“ Es werde oft nicht beachtet, wie wichtig Fahrradfahren für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern sei. Nach einer kurzen Begrüßung schwangen sich die Teilnehmer dann auf ihre Fahrräder, Laufräder und Tretroller, die Polizei sicherte mit zwei Autos und vier Motorrädern die Kreuzungen ab und los ging es.
