Leichtathletik 17.09.2025

HochRhön-BergTrail – „Besonderer Spirit“ – 500 Teilnehmer – Fotos

Hilders (pf) – Die vierte Auflage des BECK HochRhön-BergTrails war wieder eine erfolgreiche: 500 Teilnehmer und 100 Kids waren insgesamt dabei, die Veranstaltung war schon gut vier Wochen vorher ausgebucht. Am Sonntag war es nun soweit.

Fotos: Matthias Leibold, Simon Leibold

Morgens noch kühl und regnerisch, dann klarte es aber auf: Für die Läufer war das Wetter nach dem nassen Start nahezu optimal. „Wenn es zu heiß ist, macht das doch vielen zu schaffen“, sagte Benedikt Beck, Organisator des BergTrails, zufrieden: „Wir waren seit ungefähr Wochen schon voll“.  Morgens ging es auf die Strecken, die von den Startern gelobt und genossen wurden: Angeboten wurden – neben den zwei Kinderstrecken – eine fünf Kilometer lange Route mit 140 Höhenmetern, eine 14-Kilometer-Strecke mit 520 Höhenmetern, eine 29-Kilometer-Route über insgesamt 800 Höhenmeter und der Marathon mit satten 1300 Höhenmetern. Hier wurde es aber kurios: Die Teilnehmer mussten – oder durften – sogar 43 statt 42 Kilometer laufen. „Wir hatten am Abend noch eine Herde Kühe auf der Strecke, die man nicht wegbekommen hat. Also mussten wir kurzfristig umplanen und das kommunizieren. Wir haben die Streckenposten neu positioniert, aber es hat alles geklappt“, war Beck erleichtert.

Insgesamt 90 Helfer waren im Einsatz – ob am Sportplatz des TSV Hilders oder an den Strecken. Alle ziehen traditionell an einem Strang. „Wir haben mittlerweile einen besonderen Spirit entwickelt, da auch alle Helfer begeistert bei der Sache sind. Das merken die Läufer und das hat sich etabliert“, freute sich Beck über zahlreiche positive Rückmeldungen. Zu den 90 Helfern kamen noch die Bergwacht von der Wasserkuppe und aus Reichenhausen für die medizinische Versorgung, die zum Glück zu keinem Notfall ausrücken musste, sowie die Feuerwehren aus Hilders und Simmershausen für die Absicherung der Strecken. Lediglich ein paar Teilnehmer hatten aufgeben müssen oder seien umgeknickt, so Beck. Größere Zwischenfälle gab es keine.

Auch Vize-Landrat Frederik Schmitt besuchte die Laufveranstaltung, die sich weiter im Kalender etabliert: 2026 soll das Event zum fünften Mal stattfinden, auch wieder im ähnlichen Zeitraum wie diesmal, verkündete Beck. Im Teilnehmerfeld tummelte sich derweil unter anderem der Bad Hersfelder Philipp Stuckhardt, der die 29-Kilometer-Strecke als Schnellster absolvierte. Stuckhardt ist national erfolgreich, sorgte in Hilders aber für eine schöne Geste: Nach dem Lauf schnappte er sich das Mikrofon und dankte dem BergTrail-Team für das Event, dazu gab es sogar noch Blumen. „Damit hatten wir gar nicht gerechnet, das war sehr emotional“, so Beck: „Er ist ein richtig feiner Kerl, gar nicht abgehoben“.

Was zudem einige Läufer anlockte, war, dass in Hilders wieder ITRA-Punkte und UTMB-Index Punkte für die entsprechenden Wertungen gesammelt werden konnten, erklärte der Organisator. Außerdem wies Beck auf den Trailrunning Cup Rhön hin, der aus den Läufen in Hilders sowie dem Burgentrail in Ostheim (4. Oktober) und dem Streutaltrail in Mittelstreu (9. November) besteht: Wer alle drei Rennen mitmacht, ob die Short- oder Long-Distanzen, kommt in die Wertung. Eins freute Beck aber beim „Heimspiel“ noch besonders. „Trotz der sehr vielen Läufer aus ganz Deutschland haben zum Großteil die Rhöner abgeräumt“.

Die Gesamtsieger:

400 Meter

W: Lisbeth Nolte Rhöner WSV 1:37 Minuten

M: Gustav Beck Team HochRhön-BergTrail 1:45 Minuten

2000 Meter

W: Jule Schmitt SC Ostheim 7:10 Minuten

M: Julius Gräf TSV Hilders 7:14 Minuten

5K/140hm

W: Greta Fallier TLV Eichenzell 25:39 Minuten

M: Daniel Latzel 19:19 OCR Fulda Minuten

14K/520hm

W: Anna-Lena Klee SC Ostheim 1:14:43 Stunden

M: Jens Fries SC Ostheim 1:03:23 Stunden

29K/800hm

W: Nadine Hübel Trailrunning Crew Rhön 2:13:36 Stunden

W: Philipp Stuckhardt LOWA Trail Racers 2:01:33 Stunden

42K / 1300hm

W: Jennifer Romanowski 361° Runners 3:52:21 Stunden

M: Hans Appel TG 48 Schweinfurt 3:10:55 Stunden