„Man hat deutlich gesehen, dass diese Sätze – wenn man gewinnt – keine Floskeln sind, sondern die Realität: Wir müssen einfach in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze kommen, um mitzuhalten. Das haben wir heute definitiv nicht und sind natürlich enttäuscht“, sagte Hünfelds Trainer Johannes Helmke niedergeschlagen. Das Oktoberfest hatte der Verein dennoch akribisch organisiert, „natürlich werden wir dahin gehen und noch ein bisschen zusammensitzen, nach Siegen und nach Niederlagen“.
Nach einer guten halben Stunde traf Ahmet Dogan zur Führung für den Aufsteiger, der mit hohem Pressing einen Eckball herausholte – danach köpfte Dogan ein. Nur wenige Minuten später legte der vom Ex-Borussen und -Fliedener Artug Özbakir trainierte SV Hummetroth nach, Nico Struwe konnte zu frei vors Tor dribbeln. „Klar wussten wir, dass sie ein starker Aufsteiger sind. Das haben sie auch gezeigt, aber um uns mit dem Gegner zu beschäftigen, dafür hat die eigene Leistung heute nicht gereicht“, bedauerte Helmke.
Auch in Sachen Laufleistung hatte der Coach etwas zu bemängeln – dann versuchten die Hünfeklder nach der Pause, „ein anderes Gesicht zu zeigen“, doch auch das gelang nur bedingt: Erneut durch einen Doppelschlag machte Hummetroth das Ergebnis deutlich und brachte Hünfeld die zweite Niederlage in Folge bei. „Wir sind zurück auf dem Boden der Tatsachen“, machte Helmke klar: „Zwei Gegentore entstanden aus Ecken, eins war noch ein Elfmeter. Bei solchen Standards müssen wir einfach wach sein, das war heute zu billig“. Zudem senkte noch Leon Zöll vor Anpfiff den Daumen: Er hatte noch mit einem harten Einsteigen aus Eddersheim zu kämpfen, trainierte diese Woche nicht, versuchte es dann, doch zog zurück.
„Eine Nacht darüber schlafen“, war die Marschroute in Hünfeld: Es geht schon kommenden Freitag bei der U21 von Eintracht Frankfurt weiter.
Hünfeld: Maul; Häuser (73. Kocak), Dücker, Vogler (65. Witkowski), Fröhlich, Lindemann (46. Paliatka jr.), Simon (56. Kemmerzell), Gadermann, Trägler, Zentgraf, Kassa.
Hummetroth: Leonhard; Hamm, Mladenovic, Dogan (80. Ludwig), Signorelli, Struwe (73. Somov), Klein (65. Khan Agha), Sommer (84. Heinrich), Zehnder (71. Morais Dias), Borger, Gadzo.
Schiedsrichter: Marcel Göttel (Wiesbaden)
Tore: 0:1 Ahmet Dogan (32.), 0:2 Nico Struwe (38.), 0:3 Jannik Sommer (58.), 0:4 Giuseppe Signorelli (60., Foulelfmeter)
Zuschauer: 400
