Fußball 12.09.2025

Hessenliga – Mammut-Wochen starten mit Spitzenspiel – FCE strauchelt

Hünfeld (pf) – Den einen oder anderen Knaller hat der Hünfelder SV in dieser Saison schon erfolgreich bestritten und steht trotz des ersten Punktverlusts beim 1:1 gegen Pohlheim nach sieben Spieltagen auf Platz eins der Fußball-Hessenliga. Nicht viele hatten wohl damit gerechnet, dass zu diesem Zeitpunkt nun dieses Spitzenspiel steigt: Der HSV gastiert am Sonntag (15 Uhr) an der Staustufe beim Tabellenzweiten FC Eddersheim.

Prominenter Besuch: Vergangene Woche schaute Daniel Hanslik (im Hintergrund, weißes Shirt, ohne Sonnenbrille) in Hünfeld vorbei. Der Stürmer aus Unterhaun, in Diensten des 1. FC Kaiserslautern, nutzte die Länderspielpause. Foto: Christine Görlich

„Mich überrascht es nicht wirklich, dass Eddersheim eine so gute Rolle spielt“, sagt Hünfelds Trainer Johannes Helmke, der die Tendenz beim Gegner klar nachzeichnet: Vergangene Saison habe der FCE die Qualität noch nicht ganz auf den Platz gebracht landete – übrigens punktgleich mi dem HSV – im Mittelfeld. Doch Topstürmer Halil Yilmaz, der 22 Buden erzielt hatte, konnte gehalten werden – er hat nun schon wieder zwölf Tore in sieben Spielen erzielt und damit über die Hälfte aller Eddersheimer Saisontore bisher. „Das ist nicht selbstverständlich, und er hat sich wahrscheinlich bewusst für Eddersheim entschieden. Das zeigt, wo sie hinwollen“, so Helmke. Dazu kam der Transfer von Ex-Juniorennationalspieler Patrick Schorr, der einen Bundesligaeinsatz vor über einem Jahrzehnt in Hoffenheim unter Markus Gisdol zu verzeichnen hat – er sowie zwei weitere Akteure kamen im Sommer aus Friedberg.

Apropos: Unter der Woche verlor Eddersheim den Hessenpokal-Schlager gegen TG Friedberg mit 0:1, davor gab es in der Hessenliga die erste Niederlage beim 2:3 in Marburg. Dennoch ist das Team von Trainer Carsten Weber weiterhin Zweiter und könnte mit einem Sieg gegen Hünfeld wieder an die Spitze klettern. Doch der HSV, das stellt Helmke klar, muss sich mit seiner tollen Serie vor dem „bärenstarken“ Kader von „Eddschem“ nicht verstrecken. Und auch das 1:1 gegen Pohlheim war kein Beinbruch für die Haunestädter: „Wir haben diese Woche richtig Gas gegeben und intensive Einheiten hinter uns, da waren viele Zweikämpfe und viel Intensität dabei und viele Jungs haben sich gezeigt“, lobt Helmke und blickt voraus: „Eigentlich ist es ja ein einfaches Auswärtsspiel für uns. Wir wollen befreit aufspielen und unser Selbstvertrauen auf den Platz bringen“.

Auch wenn die Tabelle aktuell zum Einrahmen ist, wollen die Hünfelder auf dem Teppich bleiben – so bleibt auch die Marschroute, egal wie es am Sonntag ausgeht: „Es ist immer noch sehr früh in der Saison, wir haben den achten Spieltag vor uns. Der Start war super, aber wir können das schon einschätzen“. Der Kader des HSV bleibt wohl unverändert zum vergangenen Heimspiel.

Nicht nur die aktuelle Konstellation vor dem Topspiel in Eddersheim verspricht Hochspannung, sondern auch der Blick auf den Spielplan: Danach kommt Überraschungs-Aufsteiger Hummetroth, danach wiederum die Eintracht-U21, Friedberg, Darmstadts U21, Walldorf und Gießen – allesamt Gegner, die auch in Hünfeld der eine oder andere ganz oben auf dem Zettel hatte.

 

Hessenliga

 

Samstag

14 Uhr

FC Gießen – SC Hanau

Eintracht Frankfurt U21 – Baunatal

15 Uhr

Hummetroth – VfB Marburg

Türk Gücü Friedberg – Stadtallendorf

 

Sonntag

14.30 Uhr

TuBa Pohlheim – Fernwald

15 Uhr

CSC Kassel – Hanauer FC

Eddersheim – Hünfelder SV

Darmstadt 98 U21 – Weidenhausen

15.30 Uhr

Walldorf – Waldgirmes