„Mich überrascht es nicht wirklich, dass Eddersheim eine so gute Rolle spielt“, sagt Hünfelds Trainer Johannes Helmke, der die Tendenz beim Gegner klar nachzeichnet: Vergangene Saison habe der FCE die Qualität noch nicht ganz auf den Platz gebracht landete – übrigens punktgleich mi dem HSV – im Mittelfeld. Doch Topstürmer Halil Yilmaz, der 22 Buden erzielt hatte, konnte gehalten werden – er hat nun schon wieder zwölf Tore in sieben Spielen erzielt und damit über die Hälfte aller Eddersheimer Saisontore bisher. „Das ist nicht selbstverständlich, und er hat sich wahrscheinlich bewusst für Eddersheim entschieden. Das zeigt, wo sie hinwollen“, so Helmke. Dazu kam der Transfer von Ex-Juniorennationalspieler Patrick Schorr, der einen Bundesligaeinsatz vor über einem Jahrzehnt in Hoffenheim unter Markus Gisdol zu verzeichnen hat – er sowie zwei weitere Akteure kamen im Sommer aus Friedberg.
Apropos: Unter der Woche verlor Eddersheim den Hessenpokal-Schlager gegen TG Friedberg mit 0:1, davor gab es in der Hessenliga die erste Niederlage beim 2:3 in Marburg. Dennoch ist das Team von Trainer Carsten Weber weiterhin Zweiter und könnte mit einem Sieg gegen Hünfeld wieder an die Spitze klettern. Doch der HSV, das stellt Helmke klar, muss sich mit seiner tollen Serie vor dem „bärenstarken“ Kader von „Eddschem“ nicht verstrecken. Und auch das 1:1 gegen Pohlheim war kein Beinbruch für die Haunestädter: „Wir haben diese Woche richtig Gas gegeben und intensive Einheiten hinter uns, da waren viele Zweikämpfe und viel Intensität dabei und viele Jungs haben sich gezeigt“, lobt Helmke und blickt voraus: „Eigentlich ist es ja ein einfaches Auswärtsspiel für uns. Wir wollen befreit aufspielen und unser Selbstvertrauen auf den Platz bringen“.
Auch wenn die Tabelle aktuell zum Einrahmen ist, wollen die Hünfelder auf dem Teppich bleiben – so bleibt auch die Marschroute, egal wie es am Sonntag ausgeht: „Es ist immer noch sehr früh in der Saison, wir haben den achten Spieltag vor uns. Der Start war super, aber wir können das schon einschätzen“. Der Kader des HSV bleibt wohl unverändert zum vergangenen Heimspiel.
Nicht nur die aktuelle Konstellation vor dem Topspiel in Eddersheim verspricht Hochspannung, sondern auch der Blick auf den Spielplan: Danach kommt Überraschungs-Aufsteiger Hummetroth, danach wiederum die Eintracht-U21, Friedberg, Darmstadts U21, Walldorf und Gießen – allesamt Gegner, die auch in Hünfeld der eine oder andere ganz oben auf dem Zettel hatte.
Hessenliga
Samstag
14 Uhr
FC Gießen – SC Hanau
Eintracht Frankfurt U21 – Baunatal
15 Uhr
Hummetroth – VfB Marburg
Türk Gücü Friedberg – Stadtallendorf
Sonntag
14.30 Uhr
TuBa Pohlheim – Fernwald
15 Uhr
CSC Kassel – Hanauer FC
Eddersheim – Hünfelder SV
Darmstadt 98 U21 – Weidenhausen
15.30 Uhr
Walldorf – Waldgirmes
