Das 0:4 gegen Aufsteiger Hummetroth vergangene Woche dämpfte die Stimmung am Hünfelder Oktoberfest. Aufgearbeitet und darüber gesprochen wurde es Beginn der Trainingswoche, intern auch mit „deutlicher Kommunikation“, wie Trainer Johannes Helmke sagt. Damit soll die zweite Niederlage am Stück abgehakt sein, und der Blick richtet sich auf einen stimmungsvollen Freitagabend.
Unter Flutlicht gastieren die Hünfelder im maxworx Sportpark in Dreieich, wo die Eintracht-U19 vergangene Woche in der Youth League (analog zur Champions League) gegen Galatasaray gewann. Doch auch für die U21 ist die Heimspielstätte bisher ein gutes Pflaster: Vier Spiele, vier Siege, 18:3 Tore. „Auswärts haben sie vielleicht noch Problemchen, aber zuhause sind sie sehr stark“, weiß Helmke daher: „Sie spielen gerne freitagsabends und da haben wir gerne zugestimmt. Das ist auch etwas Besonderes, auf das wir uns freuen. Aber wir haben dort erstmal gar nichts zu verlieren“
Die Eintracht belegt nach neun Spieltagen Platz zwei hinter Eddersheim, hat aber mit neun Gegentoren die bis dato beste Defensive. Vorne teilen sich die meisten Tore Metehan Yildirim und Daniel Starodid auf, die aus dem Kader der vergangenen Regionalliga-Saison geblieben sind. Insgesamt warnt Helmke vor einem spielstarken Gegner mit „sehr hohem Tempo, Ballsicherheit und mit guten Technikern. Für uns gilt es, dagegenzuhalten“. Der HSV-Coach wünsche sich eine gute Balance gegen den Ball, Pressing-Momente, aber auch Geduld. Und mit Ball wiederum Mut nach vorne. „Nur tief zu stehen, passt nicht zu uns. Da hat Frankfurt auch die Klasse, das auszuspielen. Wir wollen schon unsere Ballbesitzphasen nutzen, aber die Rollen sind natürlich erstmal klar verteilt“.
Leon Zöll ist nach einem Schlag auf das Knie noch fraglich, er musste auch gegen Hummetroth aussetzen, jedoch gebe es noch Hoffnung für das Abschlusstraining, so Helmke. Ansonsten bleibt der HSV-Kader wohl unverändert.
Die Mannschaft reist separat an, ein Fanbus des HSV wird hinterherfahren: Der Verein freut sich auf das Flutlicht-Gastspiel bei der Eintracht. Und Helmke sieht eine Chance, nach zuletzt enttäuschenden Leistungen: „Wichtig ist, dass wir hinterher sagen können, dass wir alles reingehauen haben. Dann können wir mit einem entsprechenden Ergebnis auch leben. Jetzt haben wir diese Möglichkeit in so einem Highlight-Spiel, und sehen das als Herausforderung“.
Hessenliga
Freitag
19.30 Uhr
Eintracht Frankfurt U21 – Hünfelder SV
Samstag
14 Uhr
FC Gießen – Weidenhausen
15 Uhr
Hummetroth – Fernwald
Darmstadt 98 U21 – Baunatal
Türk Gücü Friedberg – VfB Marburg
Sonntag
15 Uhr
CSC Kassel – TuBa Pohlheim
Eddersheim – Hanauer FC
SC Hanau – Waldgirmes
15.30 Uhr
Walldorf – Stadtallendorf
