Wobei: Sodens Trainer Abdul Samed Ersöz will das Ungleichgewicht zwischen Heimspielen (drei Spiele, neun Punkte) und Auswärtsspielen (fünf Spiele, drei Punkte) gar nicht an die große Glocke hängen: Vielmehr seien es „minimale Dinge“ gewesen, die zu den bisherigen Niederlagen geführt hatten. So auch am Sonntag beim 2:3 in Sickels: „Wir haben wieder viel Ballbesitz und bekommen Lob vom gegnerischen Trainer“, sagte Ersöz. So war es beispielsweise schon gegen Künzell oder in Thalau, wo die Sodener gewinnen konnten. In Sickels führte ein aus Gäste-Sicht strittiger Elfmeter zum 2:2, ehe der Nackenschlag folgte. Doch der Trainer ist bisher stolz auf die Entwicklung seiner Jungs: „Wir haben zwölf Spieler, die unter 20 Jahre sind. Die Mannschaft bekommt Respekt, wir sind spielstark, aber eben noch unerfahren und machen leichtsinnige Fehler“.
Die Marschroute der Sprudelkicker-Reserve sei klar – es soll attraktiver Fußball gespielt werden: „Wir sind in der Gruppenliga, da wollen wir nicht hinten drin stehen und die Bälle wegschießen“. Ersöz möchte die Mannschaft weiterentwickeln und gleichzeitig das Publikum nicht langweilen. Auch vor dem Hintergrund, dass seine Mannschaft bunt gemischt ist, was Herkunftsländer angeht: „Wir wollen immer gute Gäste sein, den Schiedsrichtern die Arbeit erleichtern, und das machen die Jungs wirklich professionell. Das ist viel wert für uns – aber natürlich, wir brauchen auch wieder Punkte und ein Sieg muss am Mittwoch wieder her“.
Ersöz selbst bedauert, dass er in Neuhof aus privaten Gründen nicht dabei sein kann – dafür coacht Tuna Moaremoglu, der die zweite Mannschaft ohnehin schon vergangenes Jahr trainiert hatte. „Auf das Spiel hätte ich mich sehr gefreut. Neuhof hat feine Spielertypen“, so Ersöz. Seine Sodener tun sich womöglich auch einfacher gegen einen spielstarken und mitspielenden Gegner, vermutet er, und nennt als Beleg die 2:4-Niederlage Ende August bei der SG Neuenstein: „Das war ein kleiner Platz, der Gegner stand nur hinten. Da brauchst du dann echte Qualitätsspieler“.
Der SV Neuhof wiederum wurde nach einer kleinen Siegesserie am Sonntag in Hönebach etwas ausgebremst, holte nach zwei Rückständen beim Schlusslicht aber immerhin noch einen Punkt. Nun geht es für den SVN in einer Serie von vier Heimspielen am Stück: Soden II, Sickels, Freiensteinau und Künzell kommen ins Glückauf-Stadion.
