Warum ein gemeinsamer Ortsverband? Knut Heiland, Sprecher des Kreisverbands Fulda, dazu: „Wer Kommunalpolitik macht, will sich austauschen und sucht das Miteinander. Das ist in kleineren Gemeinden oft nur schwer möglich, weil es dort nicht so viele grüne Mitglieder gibt. Der Zusammenschluss als OV Kegelspiel ermöglicht eine bessere Infrastruktur und hat nach außen ein anderes Standing als eine Fraktion.“ Bei der Gründungsversammlung am 19. September in Eiterfeld wurde auch der neue Vorstand des OV gewählt: Dr. Kerstin Wingenfeld wurde als Ortsvorsitzende, Jonas Schmitt als ihr Stellvertreter und Julia Loebel als Schriftführerin gewählt – alle Wahlen erfolgten einstimmig.
Kaya Kinkel, die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises, war eigens angereist. Sie gab einen pointierten Bericht über die Arbeit im Wiesbadener Landtag, in dem die Grüne Fraktion von Regierungs- auf Oppositionsarbeit umstellen musste. „Das war nicht einfach. Unsere ganze Arbeit war darauf ausgerichtet, Dinge zu verändern. Jetzt wissen wir, dass das Allermeiste von dem, was wir erarbeiten, nicht umgesetzt werden wird – und das heißt, wir müssen uns ganz anders motivieren“, so Kaya Kinkel.
Kerstin Wingenfeld, sagte in ihrer ersten Rede als Vorsitzende des neu gegründeten Ortsverbands: „Heute haben die drei Gemeinden Eiterfeld, Burghaun und Rasdorf sich eine neue grüne politische Heimat gegeben. Jetzt geht es darum, uns kennenzulernen und als Gruppe zu koordinieren. Wir wollen ein Ankerpunkt für die Menschen in der Region sein, die nachhaltig denken, bunt sein wollen und gegen antidemokratische Strukturen die Flagge hochhalten. Und wir wollen uns im Kommunalwahlkampf unterstützen. Das WIR gewinnt – davon bin ich fest überzeugt.“ Einen ersten gemeinsamen Kegelspiel-Termin wird es auch bald geben: Ein Herbsttreffen bei der neuen grünen Bank. Nähere Infos dazu will der Ortsverband in Kürze bekanntgeben.
